Einiges ist herzurichten und zu bauen
Die Ortsstraße am „Sportplatzberg“ in Unterpreppach dient vor allem für die neue Siedlung, aber auch für Teile des Altortes als gern genutzter Weg. Sie soll mittels Bitumenemulsion und Rollsplitt verbessert werden.
Die Ortsstraße am „Sportplatzberg“ in Unterpreppach dient vor allem für die neue Siedlung, aber auch für Teile des Altortes als gern genutzter Weg. Sie soll mittels Bitumenemulsion und Rollsplitt verbessert werden.
Foto: Helmut Will
Ebern – Stadtrat  Dass die Stadt Ebern gerade bei einigen Bauprojekten ausgebremst wird, liegt nicht an den Finanzen.

Saniert werden einige Straßen im Stadtgebiet, um an diesen größere Schäden zu verhindern. Das beschlossen die Stadträte am Donnerstagabend. Es geht um die Straße zwischen Unterpreppach und Ruppach, die Sportplatzstraße in Unterpreppach, die Ortsdurchfahrt von Jesserndorf und die Verbindungsstraße von Jesserndorf in Richtung Bramberg. Kosten wird das die Stadt 139 100 Euro. Es handele sich um Straßenunterhaltungsmaßnahmen, wie Martin Lang vom Bauamt der VG Ebern erläuterte. „Es wird eine Bitumenemulsion auf die Straße aufgebracht und anschließend wird mit Rollsplitt eingestreut. Nach einer Einfahrphase wird der überschüssige Splitt wieder abgekehrt“, erklärte Lang. So würde eine neue homogene Straßenoberfläche entstehen mit einer Haltbarkeit von zehn bis 15 Jahren.

Bauhofleiter Christian Raehse hatte von zwei Firmen eine Zusage erhalten. Vergeben wurde der Auftrag schließlich an eine Firma aus Hessen. Dass der Auftrag nicht durch den Bauausschuss, sondern quasi durch den Bauhof eingeholt wurde, störte Stadtrat Werner Riegel (SPD). „Früher haben wir uns die Firmen im Bauausschuss angesehen“, sagte er. Diesmal sei es eine Kompromisslösung gewesen, entgegnete Martin Lang. Stadträtin Karin Kaiser (SPD) brachte vor, dass auch der Kirchklingenweg in Unterpreppach einer Sanierung bedürfe, und Stadtrat Markus Fausten (CSU) hielte es für sinnvoll, wenn in Jesserndorf die Straße am östlichen Ortsausgang Richtung Staatsstraße 2278 mit saniert würde. Schließlich wies Stadträtin Gabriele Rögner (CSU) darauf hin, dass man auch in Ruppach das Teilstück der Lindenstraße im Zuge der Sanierungen mit berücksichtigen sollte.

Über die von den Räten vorgeschlagenen Maßnahmen werde man mit der Firma vor Ort sprechen, sagte Martin Lang und Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) wies darauf hin, dass es bei den genannten Straßen wohl nicht mit einer einfachen Sanierung getan wäre. Dort müsse wohl eher grundsaniert werden. Das sei jedoch bei den 100 000 bis 120 000 Euro, die jährlich im Haushalt für den Unterhalt vorgesehen seien, nicht machbar.

Eigentlich hätte Landrat Wilhelm Schneider zu der Sitzung kommen sollen, informierte Hennemann, aber der Landkreis-Chef sei im Urlaub. Somit werde Schneider dann bei der nächsten Sitzung am 29. Juli dem Stadtrat zum Thema Haßbergkliniken, Haus Ebern, Rede und Antwort stehen.

Hier hakte Sven Steffan (FW) ein. Er bemängelte, dass der Informationsfluss vom Bürgermeister zu den Stadträten nicht rechtzeitig angekommen sei. „Wir mussten von den Plänen aus der regionalen Presse erfahren, hätten das aber gerne vorher schon wissen wollen“, sagte Steffan. Das stimme so nicht, entgegnete Hennemann. Er habe das, was er als Verwaltungsrat der Haßbergkliniken erfahren habe, in der Mai- oder Aprilsitzung im öffentlichen Teil und auch noch einmal in einer nichtöffentlichen Sitzung kommuniziert. Damit schloss Hennemann die Diskussion zu diesem Thema, was FW-Stadtrat Steffan augenscheinlich missfiel.

Der Umbau und die Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses zu einer städtischen Kunstgalerie mit Wohnungen geraten ins Stocken. Die Stadträte konnten keine Aufträge für die Gewerke vergeben. „Schade, dass wir da derzeit nicht vorankommen“, sagte der Bürgermeister. Ausgeschrieben waren Gewerke für den Gerüstbau, für Maurer- und Beton-, Zimmerer-, Dachdecker-, Spengler-, für Putz- und Malerarbeiten, die eigentlich in der Sitzung vergeben werden sollten.

Was ist mit den Handwerkern los?

Wie Hennemann sagte, hätten von insgesamt sieben Gewerken lediglich drei Firmen einen Wettbewerb nachweisen können. Für mehrere Gewerke liege lediglich ein Angebot vor und für die Zimmererarbeiten kein einziges. „Dies bedeutet, dass eine kurzzeitige Wiederholung der Ausschreibung zu keinem Ergebnis führen wird“, sagte Hennemann. Deshalb schlugen die Architektengemeinschaft und die Bauverwaltung vor, die Ausschreibung aufzuheben und es erst wieder ab Mai 2022 zu probieren.

Der Stadtrat vergab den Auftrag für die Kanalreinigung und die optische Inspektion der Abwasseranlage Ebern. Letzteres diene unter anderem der Erstellung eines qualifizierten Kanalkatasters, erklärte Hennemann. Es geht um 10 000 Meter Mischwasserkanäle, 900 Meter Schmutzwasserkanäle, 4100 Meter Regenwasserkanäle und 6500 Meter Anschlussleitungen für Grundstücke und Straßenabläufe. Den Zuschlag erhielt eine Firma aus dem Landkreis Bad Kissingen für 248 900 Euro. Dass das völlig in Ordnung sei, machte Jürgen Hennemann deutlich. „Diese Kosten sind im Haushalt der Stadt Ebern für 2021 eingeplant und bewilligt“, sagte er.

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