Große Summen für Kinder
Pfarrweisach – Pfarrweisach investiert in den Kindergartenbau und -betrieb. Auch der Kanalbau treibt die Verschuldung in die Höhe. Bei Lichtenstein soll eine Photovoltaikanlage entstehen.

250 000 Euro will die Gemeinde Pfarrweisach in diesem Jahr für die Erweiterung des Kindergartens mit Containern ausgeben. 300 000 Euro sind für Kanalarbeiten veranschlagt. Dies sind die größten Posten in der Haushaltssatzung 2021, die der Gemeinderat am Dienstag einstimmig beschloss. Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt fast 4,4 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit gut 2,9 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit fast 1,5 Millionen Euro.

Für die Finanzierung der Investitionen wird ein Kredit in Höhe von 367 661 Euro aufgenommen. 101 466 Euro werden vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt zugeführt. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt von 530 Euro am Jahresanfang voraussichtlich auf 816 Euro zum Jahresende, die Gesamtverschuldung von 781 573 auf 1,2 Millionen Euro.

Die weiteren – neben den beiden genannten – größten Investitionen sind der Einbau eines Werkraums in der Grundschule Pfarrweisach mit 70 000 Euro, die Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehr mit Digitalfunkgeräten mit 53 500 Euro sowie der Anteil für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Dürrenhof mit 45 000 Euro.

Die Gemeinde rechnet in diesem Jahr mit sieben Prozent Mehreinnahmen bei der Einkommenssteuer, die rund 735 000 Euro beträgt. Die Schlüsselzuweisungen betragen 756 000 Euro.

Unter dem Landesdurchschnitt

Mit einer Steuerkraft von 550 Euro pro Person liegt Pfarrweisach unter dem Landesdurchschnitt, sagte Kämmerer Horst Junge von der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, der die Zahlen präsentierte.

Die Personalkosten steigen um zehn Prozent auf 939 000 Euro. Dies liege vor allem an der neuen Kindergartengruppe, für die neues Personal eingestellt wurde. Junge rechnet mit einem jährlichen Fehlbetrag in Höhe von 180 000 Euro bei dem Betrieb des Kindergartens.

Im Gemeindewald konnte ein Überschuss von 30 000 Euro erwirtschaftet werden. Gleichzeitig wurden für 30 000 Euro Wege erneuert, sagte Bürgermeister Markus Oppelt.

Die Firma Südwerk will eine Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Lichtenstein auf einer Fläche von 6,1 Hektar errichten. Rund 4,4 Millionen Kilowatt Strom soll die Anlage liefern, womit den Angaben zufolge circa 1400 Privathaushalte versorgt werden könnten. Bei dem auserkorenen Grundstück handelt es sich um eine Teilfläche des Rotenhan’schen Waldgrundstücks, das östlich der geplanten Solaranlage „Kaltstauden“ gelegen ist.

Der Startschuss für das Projekt musste vertagt werden, da der Referent der Firma Südwerk am Dienstag nicht zur Sitzung erscheinen konnte. Auch der Beschluss zur Erweiterung der Solaranlage „Heckenbrunn“ wurde daher vertagt.

Bürgermeister Markus Oppelt informierte, dass der Straßenbelag der Durchgangsstraße in Junkersdorf erneuert wird. Dabei sollen auch die Schieber sowie zwei Hydranten ausgetauscht werden. Die Planung hierfür wird im September dieses Jahres vorgestellt.

Keime im Wasser

Im Trinkwasser in Junkersdorf wurden coliforme Keime festgestellt. Das Wasser wurde am Dienstag gechlort. Außerdem wurde eine Probe entnommen, deren Ergebnis nach 48 Stunden vorliegt. Der Ortsteil Pfarrweisach oder andere Ortsteile sind nicht betroffen, betonte der Rathauschef.