Ausstellung
Kunst „gegen das Vergessen“ im barocken Ambiente
Gabriele Schöpplein arbeitet an ihrem Werk „Hoffnung“.
Gabriele Schöpplein arbeitet an ihrem Werk „Hoffnung“.
Foto: Günther Geiling
Ebelsbach

Unter dem Motto „Kunst, Kultur und Musik“ steht die Veranstaltung des Kulturvereins Ebelsbach-Eltmann am Samstag 24. September. Nach zwei Jahren der Pandemie-Pause wollen verschiedene Künstler ihre Kunst wieder sichtbar machen und zeigen eine Ausstellung „gegen das Vergessen“. Für Live-Musik sorgt das Trio „Dreyklang“.

„Wir möchten mit dieser Ausstellung an die Kulturvernichtung nicht nur in der Ukraine, sondern auch in anderen Kriegsgebieten wie Afghanistan und Syrien erinnern“, meint Gabriele Schöpplein zum Anlass der Ausstellung. „Ich habe Enkel, die noch klein sind. Ich mache mir Sorgen um die Zukunft. So viele Veränderungen in solch einer Geschwindigkeit mit Klimawandel, Pandemie und Krieg veränderten meine Sicht dauerhaft auf die Welt und die Kunst. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf und wünsche kritisches Denken und Kraft zum Dialog.“ Unter den Künstlern sind so bekannte Namen wie die bildende Künstlerin Susanne Söder, Bildhauer Rudolf Scheidmadel, Albert Volk und andere. Die Ausstellungsstücke der Künstlerinnen und Künstler kommen dabei aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Aquarelle, Zeichnungen, Acryl- und Mischtechniken, Radierungen, Monotypien, Objektkunst sowie aus der Bildhauerei.

Rudolf Scheidmadel aus Ebelsbach orientiert sich bei der Entwicklung seiner Skulpturen meist an gegenständlichen Objekten, die aber zur besseren Sichtbarmachung der Idee verfremdet werden. Seine Ideen entstehen durch Beobachtungen in der Natur, die Form entsteht oft spontan.

Albert Volk aus Hallstadt ist bekannt für seine Arbeiten wie den Fischerbrunnnen in Bischberg, Denkmäler wie das für die Partnerschaft mit Lempdes/Auvergne oder seine Sommerakademien. Auch Susanne Söder aus Viereth ist immer wieder in Ebelsbach vertreten und auch diesmal sieht man hier ihre Arbeiten. Darin geht es ihr darum, das Chaos mit der Harmonie zu vereinen, was sich eigentlich widerspricht. Beim Chaos darf die Farbe fließen, geht ihren eigenen Weg. Die Harmonie beginnt, „sobald akkurat gemalte Farbflächen das Bild beruhigen.“

Mit einem ganz besonderen Bild präsentiert sich auch Gabriele Schöpplein, das sie mit dem Titel „Tränen der Hoffnung“ überschrieben hat. Darin wird auch zum Ausdruck gebracht, dass alles gut wird. „Es geht nur im Dialog“ und diese Wege zum Dialog und Frieden stellte sie auch mit den entsprechenden Farben dar. In ihrem Bild überwiegt die Farbe Rot der Aggressivität, aber auch die Komplementärfarben blau und Orange stehen für den Ausgleich.

„Dreyklang“ macht Musik

Das Hoffest ist am Samstag, 24. September, ab 15 Uhr in der Stettfelder Straße geöffnet und ab 17 Uhr präsentiert sich das Trio „Dreyklang“ mit Welthits, Balladen und Classic-Rocksongs, welche die Künstlerinnnen mit voller Leidenschaft und mit viel musikalischem Können darbieten. Für Speisen und Getränke, auch Federweißer, ist dabei bestens gesorgt.

Die Leiterin der einzigen Jugendkunstschule im Landkreis, Gabriele Schöpplein, ist froh, dass sie nun ab Ende September auch wieder ihre Kunstschule eröffnen kann. Kurse für Kinder bis 12 Jahre finden jeweils am Donnerstag von 17 bis 18.45 Uhr statt. Das Motto dabei ist „Wie riecht der Garten?“ Am gleichen Tag haben auch Erwachsene die Möglichkeit, neue Methoden der Aquarelltechnik kennenzulernen. gg