Biologische Vielfalt
Pflegepläne für öffentliche Grünflächen entstehen
Ebern – Die Stadt Ebern will auf dem "Marktplatz der biologischen Vielfalt" vorankommen. Dazu zählt der Austausch mit den anderen Kommunen in der aus zehn Stä...

Die Stadt Ebern will auf dem "Marktplatz der biologischen Vielfalt" vorankommen. Dazu zählt der Austausch mit den anderen Kommunen in der aus zehn Städten und Gemeinden bestehenden Trägergemeinschaft. Ebern gab bei der jüngsten Runde Informationen zum Thema Pflege der öffentlichen Grünflächen, wie aus einer Mitteilung der Stadt vom Montag deutlich wird.

Nachdem das dritte Forum der Projektgemeinden des "Marktplatzes der biologischen Vielfalt" als Präsenzveranstaltung Mitte Oktober aufgrund der Pandemie-Entwicklungen abgesagt werden musste, entschieden sich die Verantwortlichen um Projektmanager Florian Lang dazu, das Forum online abzuhalten. Rund 60 Teilnehmer aus den zehn Projektgemeinden, unter ihnen die Stadt Ebern, sowie Vertreter von Verbänden kamen dieser Tage auf dem "virtuellen Marktplatz" zusammen, um sich auszutauschen. Der Sprecher der Trägergemeinschaft ist Ludwig Gürtler, der Bürgermeister des Marktes Tännesberg.

Florian Lang zog eine Zwischenbilanz über den Ablauf des Projekts. In Bildern gesprochen, formulierte er folgendes Fazit: "Der Teig ist fertig, der Ofen hat Temperatur, etliche Pizzen sind bereits drin, es kann schon genascht werden. Damit aber alles fertig wird, müssen wir kontinuierlich (Feuerholz) nachlegen und unser Engagement verstetigen."

Bericht aus Ebern

Eberns Bauhofleiter Christian Raehse gab einen Bericht. Im Rahmen des Projekts wird derzeit für die Stadt Ebern ein Grünflächenmanagement erarbeitet, um die Pflege der kommunalen Flächen zu strukturieren und zu jeder Fläche passende Pflegemaßnahmen und -zeitpunkte festzulegen.

Der Bauhof ist großteils für die Pflege der Flächen zuständig. Zu der Ausgangslage zählt nicht nur eine unzureichende Flächenkenntnis, sondern auch, dass das Wissen über einzelne Flächen lediglich bei den ausführenden Mitarbeitern liegt und es keine zentrale Dokumentation gibt.

Ziele im Rahmen des Projekts sind deshalb die zentrale Dokumentation des Managements der kommunalen Flächen, das Erkennen von Potenzialen zur ökologischen Aufwertung der Flächen, das Schaffen einer Datengrundlage für die ökonomische Bewertung der Pflege und Bewirtschaftung sowie letztendlich auch das Erlangen von Akzeptanz und Unterstützung für das ökologische Flächenmanagement im Bauhof. So sei es zunächst notwendig gewesen, die einzelnen Flächen verschiedenen Kategorien (Offenland, Gewässer, In-frastruktur, Siedlung) sowie weiteren Unterkategorien zuzuordnen, um sie ausreichend bewerten zu können, erläuterte Christian Raehse.

Die Umsetzung

Die Entwicklung des Kategorienschemas und die Zuteilung der Flächen zu den Kategorien konnten bereits abgeschlossen werden. Auch die Ist-Pflege/Bewirtschaftung der Flächen wurde bereits dokumentiert. Und nun geht es daran, die Soll-Pflege/Bewirtschaftung herauszuarbeiten und den erarbeiteten Pflegeplan letztendlich umzusetzen.

Schließlich sollten auch die anderen Projektgemeinden über ihre bisherigen Erfahrungen berichten. Der Austausch steht im Mittelpunkt des Projekts, so dass sich die Projektgemeinden gegenseitig unterstützen und Anregungen geben können. Jede Projektgemeinde stellte also ein Best-Practice-Beispiel vor.

Im Anschluss an die vielseitigen Einblicke der einzelnen Projektgemeinden durfte ein offenes Plenum für Anregungen und Informationen nicht fehlen. Die wichtigsten Fragen wurden großteils bereits im Rahmen der Vorträge beantwortet. red