Eltmann
Rein ins Eltmanner Nass
„Frauchen, darf ich auch vom Sprungbrett ins Wasser hüpfen“, fragte Baidu, der auch ausgebildeter Rettungshund ist.
„Frauchen, darf ich auch vom Sprungbrett ins Wasser hüpfen“, fragte Baidu, der auch ausgebildeter Rettungshund ist.
Foto: Christian Licha
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Eltmann —  Zum festen Termin im Kreise der Hundeliebhaber ist das Hundeschwimmen in Eltmann geworden. Bereits zum zehnten Mal richtete die Wasserwacht Eltmann am Samstag dieses Event für die Vierbeiner im Freibad aus.

Lui, Bella, Rosi, Benno & Co. drehten ihre Runden in den beiden Schwimmbecken, deren Wasser eine Woche nach dem offiziellen Schwimmende für Zweibeiner natürlich nicht mehr gechlort war. „Amy, hol Dein Spielzeug“, forderten zum Beispiel Steffi Lurz und Tim Biermann ihre neunjährige Labrador-Hündin auf, ins Wasser zu springen. Und das war für Amy gar kein Problem, denn sie liebt Wasser sehr.

Bademäntel für Amy und Leika

Genauso gerne planscht die zehnjährige Border Collie-Dame Leika, die vor einigen Jahren sogar eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. „Unsere Leika war schick verkleidet als Santa Bello auf dem Hundeweihnachtsmarkt in Haßfurt“, berichtete stolz das Hundeliebhaber-Paar, das auch etwas sehr Nützliches im Gepäck hatte: zwei pinkfarbene Hundebademäntel, extra angefertigt für Amy und Leika. „Wenn wir nach nassen Gassirunden Auto fahren müssen, ist das sehr praktisch“, sagte Steffi Lurz, die mit ihrem Lebenspartner Tim Biermann aus Obereßfeld im Landkreis Rhön-Grabfeld extra zum Hundeschwimmen nach Eltmann kam.

32 Kilogramm Hundeglück

„Das Eltmanner Hundeschwimmen ist unser Lieblingstag im Jahr“, sagte Felix Hofmann aus Sand, der zusammen mit seiner Freundin Celina Kaden und Hund Uwe das Event genoss. Uwe ist eine Altenglische Bulldogge und macht mit seinen 32 Kilogramm schon einen recht wuchtigen Eindruck. Dabei kennt er ganz genau den Weg, denn bereits am Parkplatz hat er angefangen, an der Leine zu ziehen, wie sein Herrchen berichtete.

Begeistert drehte Uwe seine Schwimmrunden und zeigte nach dem Abtrocknen, was er noch besonders liebt. In ganzer Länge schön räkeln im Arm von seinem Herrchen, das macht er besonders gerne und vergisst dabei, dass er ja eigentlich ein stolzes Gewicht auf die Waage bringt.

Der Wettergott meinte es am Samstag größtenteils gut mit den Hundefreunden, jedoch sorgten zwei starke Regenschauer für eine kleine Zwangspause. Freilich hätte es den Hunden nichts ausgemacht, wenn zusätzlich noch Wasser von oben kommt, aber verständlicherweise sahen das die Zweibeiner etwas anders.

Eine Pause am Kaffeestand legte dann beispielsweise auch Kathrin Bruchmann aus Eltmann ein. Zusammen mit ihrer Tochter Hera und Leo Neumann, einem jungen Freund der Familie, waren die drei auch schon zum wiederholten Mal zum Hundeschwimmen gekommen. Die dreijährige Hermine, die übrigens nach der Darstellerin in den Harry Potter-Filmen getauft wurde, und ihre gleichaltrige Schwester Lotte hatten viel Spaß im Wasser und fühlten sich jetzt in den Armen ihrer beiden Frauchen pudelwohl. „Egal, wo sie Wasser sehen, in jede Pfütze müssen sie rein“, beschreibt Kathrin Bruchmann die Eigenheiten ihrer Hündinnen. Sogar Stand-Up-Paddeln machen die beiden Bolonka-Zwettna-Mix-Damen für ihr Leben gerne. „Auf dem Main sind sie immer auf dem Board dabei und springen zwischendrin auch gerne mal ins Wasser“, so das Frauchen.

Baidu ist beim BRK aktiv

„Unser Hund ist eine chinesische Suchmaschine“, antwortete Kathrin Burghardt augenzwinkernd auf die Frage nach dem Namen ihres Zweibeiners. Dieser heißt Baidu, eben genauso wie die viel genutzte Internetsuche in China. Aber damit nicht genug, denn wenn Baidu mal nicht gerade vom Sprungbrett ins Becken des Freibades hüpft, macht er auch noch einen sehr wichtigen Job zum Wohle der Allgemeinheit. Der vierjährige Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever ist nämlich ein ausgebildeter Rettungshund. Zusammen mit Frauchen ist er oft an Einsätzen der Rettungshundestaffel des BRK Bad Kissingen beteiligt, und auch Herrchen Andy Spears ist beim Roten Kreuz ehrenamtlich aktiv.

Wichtig für die Wasserwacht

Technischer Leiter Werner Oberreuter und Hans-Peter Bendner von der Eltmanner Wasserwacht freuten sich, dass das Hundeschwimmen wieder so gut angenommen wurde. Der Erlös aus dem Eintritt und dem Verkauf von Kaffee und Kuchen kommt komplett der Vereinsarbeit zugute. Eltmann muss sich nämlich, wie jede andere Ortsgruppe der Wasserwacht auch, selbst finanzieren. Das heißt, dass neben den Mitgliedsbeiträgen auch die Einnahmen aus Veranstaltungen wie zum Beispiel eben dem Hundeschwimmen oder auch dem Mondscheinschwimmen im Sommer eine wichtige finanzielle Quelle sind.

Auch einige Mädchen und Jungs der Jugendgruppe packten deshalb fleißig mit an, bauten den Kaffeestand auf und servierten kleine Snacks. „Wir sind sehr stolz auf unsere Jugendgruppe“, sagte Werner Oberreuter. Neue Gesichter seien willkommen. Bereits ab einem Alter von sieben Jahren kann man der Jugendgruppe beitreten, die im Sommer wöchentlich im Eltmanner Freibad Training hat. Im Winter findet dies aufgrund des Hallenbad-Mangels im Landkreis nur zweiwöchentlich in Knetzgau statt.

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