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Sands Gemeinderat einigt sich auf Straßenbeläge
Mit der gleichen Art von Pflastersteinen, wie sie auch in der Sankt Nikolausgasse vorgesehen sind, werden auch Teilbereiche der Pfarrgasse gepflastert.
Mit der gleichen Art von Pflastersteinen, wie sie auch in der Sankt Nikolausgasse vorgesehen sind, werden auch Teilbereiche der Pfarrgasse gepflastert.
Foto: Christian Licha
Sand am Main

Die Gestaltung der Pfarrgasse war einer der Punkte auf der Tagesordnung in der Sitzung des Gemeinderats von Sand. Im Zuge der Kanalsanierung wurde die Strecke um Teile der Pfarrgasse zwischen der Kinderkrippe und einem nördlich davon gelegenen Anwesen erweitert. Für die Gestaltung der Oberfläche wurde bisher lediglich eine Wiederherstellung des Belages festgelegt. In der bisherigen Planung und der Ausschreibung ist nur der kanalsanierte Teilbereich enthalten.

Da die Restflächen in einem schlechten Zustand sind, empfahl es sich, insbesondere den Straßenbereich zwischen Kinderkrippe und Hauptstraße zu erneuern. Der nördliche Bereich der Pfarrgasse zur Straße Am Sportfeld ist auch nicht im besten Zustand. Da dort aber weitere Tiefbauarbeiten im Zuge von angedachten Maßnahmen möglich sind, könnte die Erneuerung des Straßenbelags zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, erklärte Bürgermeister Bernhard Ruß. Arno Weimann vom gleichnamigen Ingenieurbüro stellte den Gemeinderäten zwei Varianten vor, wie der Bereich mit zusätzlichem Pflaster aufgewertet werden könnte. Nach einer langen Diskussion brachte Dritter Bürgermeister Jörg Kümmel eine weitere Möglichkeit ins Spiel. Demnach soll analog zur Sankt-Nikolaus-Gasse die Fahrbahn grundsätzlich asphaltiert werden, der Randbereich jedoch mit Pflastersteinen eingefasst werden.

Wie in der Straße gegenüber ist es auch in der Pfarrgasse vorgesehen, den Einmündungsbereich zur Hauptstraße und den Kreuzungsbereich beim Kindergarten mit großflächigem Pflaster auf der Fahrbahn hervorzuheben. Mit 12:3 Stimmen wurde diesem Vorschlag zugestimmt.

Luftwärmepumpe für die Kita

Auch die Planungen zur Erweiterung des Kindergartens Sankt Martin schreiten voran. Deswegen waren Architekt Sebastian Pollach und Heizungsplaner Mathias Kötzel zu Gast in der Sitzung. Nach der Vorstellung mehrerer Heizungsvarianten entschied sich der Gemeinderat mit 13:1 Stimmen für eine Luftwärmepumpe. Die Gesamtkosten für die Erweiterung belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Zusätzlich ist angedacht, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren.

Zum geplanten Nahwärmenetz im Umfeld der Sport- und Kulturhalle setzte Bürgermeister Ruß die Gemeinderäte vom derzeitigen Sachstand in Kenntnis. Gemeinderat und Bauausschuss hatten sich in mehreren Sitzungen mit den Heizsystemen in der Turnhalle, dem Sportheim und der Feuerwehrhalle beschäftigt. Überlegt wurde dabei, ein Nahwärmenetz unter Einbeziehung des Kindergartens und von Privathäusern zu entwickeln. Das Institut für Energietechnik (IfE) GmbH bietet sich an, im Rahmen des Energieeffizienznetzwerks eine Machbarkeitsstudie mit der Ausarbeitung von Konzeptionsvarianten und Gegenüberstellung von technischer Ausführung, Wirtschaftlichkeit und CO2-Emissionen anzufertigen.

Mit den Stadtwerken Haßfurt fand zudem ein Gespräch statt, inwieweit das Unternehmen die Gemeinde bei der Planung und dem Betrieb eines Nahwärmenetzes unterstützen könnte. Dabei kam zur Sprache, dass der Bau eines solchen Nahwärmenetzes die eine Sache, der Betrieb eine andere wäre. Dies müsste bei der Konzeption ebenfalls berücksichtigt werden, so Bürgermeister Ruß.

Regionalwerk in Planung

Mittlerweile zeichnet sich ab, dass auf Kreisebene ein Regionalwerk entstehen soll. Bei diesem könnten solche Anlagen kleinerer Städte und Gemeinden entwickelt und betrieben werden. Bis es soweit sei, wird es allerdings noch einige Zeit dauern, sagte Ruß.

Während die Anlagen der Gemeinde technisch auf einem guten Stand sind, besteht bei der Anlage der Vereine FC und Alle Neun Handlungsbedarf. Um zu prüfen, ob auf den möglichen Bau eines Nahwärmenetzes gewartet werden kann oder sofortiger Handlungsbedarf besteht, wurde ein Besichtigungstermin vereinbart, nachdem über die weitere Vorgehensweise entschieden werden kann.