Ukrainehilfe
Strom an Hilfsgütern in Ebern reißt nicht ab
Freudig wird der Bus beladen.
Freudig wird der Bus beladen.
Hans-Werner Steger
Ebern

Der Spendenaufruf für die Ukraine von Steffen Mehner und der Lebenshilfe Ebern fand im Dezember ein ungeahntes Echo. Die Hilfsbereitschaft war so groß, dass nach kurzer Zeit so gut wie keine Lagermöglichkeit mehr bestand. Wie die Lebenshilfe mitteilt, habe ihr die Stadt Ebern dankenswerterweise den Bürgerbus zur Verfügung gestellt, und ein erster Transport von Hilfsgütern und Geldspenden (520 Euro) ging noch vor Weihnachten in Richtung Erzgebirge. Ziel war die Gemeinde Gelenau. Dort gibt es einen Freundeskreis, der mit der ansässigen „Freien Schule Erzgebirgsblick“ und ansässigen Firmen ein kleines Netzwerk gebildet hat, um den Menschen in der Ukraine zu helfen. Sie sammeln Hilfsgüter und organisieren den Transport.

Ein Teil geht in ein Mutter-Kind-Zentrum ins Sumy-Gebiet (bei Kiew), der andere nach Charkiw in der Ost-Ukraine. Dort werden in erster Linie ein Heim für Kinder mit Handicap und ältere Menschen bedacht.

Der Spendenstrom floss unbeeinträchtigt von den Weihnachtsfeiertagen. Gleich zu Beginn des neuen Jahres gab es keine Möglichkeit zum Zwischenlagern mehr. Wieder wurde das Transportproblem durch die Stadt Ebern gelöst. Der Bürgermeister stellte abermals den Bürgerbus und eine Tankfüllung zur Verfügung. Noch vor Dreikönig wurde der Bus bis unters Dach voll geladen. Jede sich bietende kleinste Lücke wurde durch Drücken und Quetschen ausgenutzt. Innerhalb von vier Tagen wurde Gelenau zweimal angefahren, jedes Mal mit einem prall gefüllten Fahrzeug. Den Diesel für die zweite Fahrt spendete der Gelenauer Helferkreis.

Im März läuft die Aktion Ukrainehilfe weiter. Hilfsgüter können dann wieder bei der Lebenshilfe Ebern, Karlsbader Straße 5, in Ebern, abgegeben werden. red