Auch Schulhefte können nachhaltig sein
Die Übertrittsklassen mit Bürgermeister German Hacker, Schulleiter Helmut Niklas und der Klimaschutzbeauftragten Mignon Ramsbeck-Ullmann
Die Übertrittsklassen mit Bürgermeister German Hacker, Schulleiter Helmut Niklas und der Klimaschutzbeauftragten Mignon Ramsbeck-Ullmann
Foto: Richard Sänger
Herzogenaurach – Bildung  Bürgermeister Hacker forderte die Übertrittsklassen der Mittelschule zu ökologischem Verhalten auf.

Eine kurze Lehrstunde gab es für die Übertrittsklassen der Mittelschule von Bürgermeister German Hacker und Schulleiter Helmut Nicklas auf dem Schulhof. „Nachhaltigkeit bedeutet, heute so zu leben, dass auch die nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden: eine intakte Umwelt, eine starke soziale Gemeinschaft und solide Wirtschaftsstrukturen“, so der Bürgermeister. Dabei verdeutlichte er, dass bereits Kleinigkeiten zur Nachhaltigkeit betragen können.

Das von der Stadt Herzogenaurach unterstützte Projekt „Nachhaltigkeit lernen“ ruft die Schüler dazu auf, sich mit den großen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Für die Fünftklässler, die derzeit nach dem Übertritt in der Mittelstufe starten, sind es aufregende Tage. Neue Schule, andere Klasse, fremde Lehrer und dazu Unmengen an neuem Schulmaterial. Bunte Heftumschläge hier, verschiedene Stifte da – so kommt schnell ein Sümmchen zusammen und man ist froh, wenn dann letztlich alles beieinander ist.

Beim Pressetermin im Schulhof mit der Klimaschutzbeauftragten Mignon Ramsbeck-Ullmann rückte der Bürgermeister deshalb das Thema in den Mittelpunkt und rief die Schüler dazu auf, das Thema Nachhaltigkeit auch zu Hause zu vertreten. „Ökologische Zukunftsthemen sind die vielleicht größten Themen der Gegenwart und Zukunft und es liegt an uns allen, Konzepte und Ideen für die Zukunft unseres Planeten auf den Weg zu bringen“, so Hacker.

So können auch die Schulmaterialien nachhaltig sein. Angefangen beim Recyclingpapier, dem man seine Herkunft gar nicht mehr anmerkt, kann man mittlerweile sogar bunte Heftumschläge aus Papier kaufen und damit jede Menge Plastikmüll vermeiden. Die Herstellung von Recyclingpapier spart laut Umweltbundesamt im Vergleich zu Frischfaserpapier circa 70 Prozent Wasser und circa 60 Prozent Energie. Darüber hinaus ist der Einsatz von Chlor, optischen Aufhellern, halogenierten Bleichmitteln und weiteren gesundheitsgefährdenden Chemikalien bei der Aufbereitung der Altpapiere verboten.

Dabei betonte Schulleiter Helmut Nicklas, dass seit diesem Schuljahr die Schule bereits Hefte ohne Plastikeinband verteilt hat, und bat die Schüler, beim nächsten Einkauf darauf zu achten.

Um bereits die Jüngsten der weiterführenden Schulen für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, stellt die Stadt Herzogenaurach eine Verteilaktion unter das Motto „Nachhaltig.Lernen“. Mit einem Set aus umweltfreundlichem Material soll den neuen fünften Klassen gezeigt werden, was beim Thema Schulmaterial möglich ist. Der Wert von Nachhaltigkeit soll quasi frühzeitig in die Hand der Kinder gelegt werden. Schließlich lernt man nachhaltig fürs Leben und der nächste Schulmaterialeinkauf kommt bestimmt.

Überrascht wurde Bürgermeister Hacker am Ende von den vielen Autogrammwünschen der Schüler, die er gerne erfüllte: Schließlich musste das neue Schreibset auch gleich getestet werden.

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