Bahnhof soll Platz für alle werden
Das Bahnhofsgebäude in Hemhofen; im Vordergrund ist eine Terasse mit Sitzmöglichkeiten geplant.
Das Bahnhofsgebäude in Hemhofen; im Vordergrund ist eine Terasse mit Sitzmöglichkeiten geplant.
Foto: Thomas Schöbel
Hemhofen – Gemeinderat  Die Planer präsentierten ihre Vorstellungen für das Gelände. Kommerziell wird es wohl nicht genutzt.

Schon seit vielen Jahren wird im Rahmen der Städtebauförderung in Hemhofen über die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes in Zeckern diskutiert. Bei Bürgerversammlungen und im Gemeinderat wurden zahlreiche Ideen und Vorschläge gesammelt. Das Büro für Städtebau & Bauleitplanung (BFS+) entwickelte anhand dieser Vorgaben nun einen ersten Entwurf, der auch bereits mit dem Zuschussgeber, der Regierung von Mittelfranken, abgestimmt wurde.

Peter Bittel und Günter Hofmann präsentierten nun ihre Pläne im Gemeinderat. Die grundsätzliche Ausrichtung ist bereits länger bekannt: Das alte Bahnhofsgebäude soll saniert, barrierefrei ausgebaut und zu einem Treffpunkt für Bürger und Vereine umgestaltet werden. Laut Architekt Hofmann ist die Bausubstanz das Gebäudes in Ordnung und eine Sanierung würde sich auf etwa 210 000 Euro belaufen. Neben den zwei separaten Innenräumen ist eine auch von außen zugängliche, öffentliche WC-Anlage vorgesehen. Vor dem Gebäude ist eine Freifläche mit Sitzmöglichkeiten geplant, die aktuell hier stehenden Altglas-Container müssten umziehen.

Eine schon häufiger angedachte kommerzielle Nutzung des Gebäudes, zum Beispiel als Café, erscheint unwahrscheinlich, da die Sanierung dann nicht gefördert werden würde. Zwar sei die Gemeinde hier durchaus offen und laut Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) gibt es auch häufig Anfragen dazu, die Interessenten würden dann aber aufgrund der Kosten kapitulieren.

Die große Freifläche ist als zentraler Festplatz mit einer wassergebundenen Decke geplant. Ein Zelt für 800 bis 900 Personen könnte hier maximal aufgestellt werden. Verkaufsstände und Toilettenwagen benötigen ebenfalls einen festen Untergrund. Südlich davon, in Richtung Bushaltestelle, haben die Planer eine Grünfläche mit so genannten Ruheoasen vorgesehen. Daneben angrenzend an den Jugendtreff hat BFS+ eine Feuerstelle konzipiert.

Generell wolle man das direkte Umfeld des Jugendtreff wie bisher erhalten, so Peter Bittel. Lediglich nördlich und östlich des Gebäudes sind Veränderungen in Form eines inklusiven Spielplatzes und eines so genannten „Mehr-Generationen-Parcours“ vorgesehen. Mit diesem Angebot möchte man auch Senioren oder Menschen mit Behinderung ansprechen. Nach außen soll das Gelände mit einer Hecke abgegrenzt werden. „Wir sind leider vom Platz recht beschränkt“, nennt Bittel die größte Schwierigkeit bei der Planung. Die Kosten für die Gestaltung des Außenbereichs bezifferte er mit etwa 930 000 Euro.

Die Gemeinderäte zeigten sich mit den Planungen so weit zufrieden. Lediglich die große Freifläche, die ohne Festbetrieb recht trostlos wirkt, wurde diskutiert. Hier müsse man noch gemeinsam entscheiden, wie die Nutzung der Fläche aussehen könnte. Planer Bittel brachte mobile Pflanzungen und Sitzflächen oder ein Basketballfeld ins Gespräch. Noch im Juli sollen die Pläne mit dem Jugendpfleger, Seniorenbeirat und der Leitung des Seniorenheims „Haus Heinrich“ abgestimmt werden.