Bio-Brotboxen für Erstklässler
Stolz präsentieren die Kinder am Dienstag ihre neuen Brotboxen
Stolz präsentieren die Kinder am Dienstag ihre neuen Brotboxen
Foto: Stadt Herzogenaurach
Herzogenaurach – Aktion  Auch in Herzogenaurach will man das Bewusstsein für den Wert gesunder Ernährung frühzeitig wecken.

Über 10 000 Erstklässler in der Metropolregion dürfen sich in diesen Tagen über eine Bio-Brotbox freuen – darunter auch die 312 Schulanfänger an vier Herzogenauracher Schulen. Wie die Stadt Herzogenaurach dazu mitteilt, will man mit dieser Aktion wieder darauf aufmerksam machen, wie wichtig Ernährungsbildung schon im frühen Alter ist.

Unter dem Motto „säen, ernten, schmecken“ erhalten die Schüler demnach zur Box dieses Jahr u. a. Bio-Kressesamen zum Aussäen, dazu ein Brötchenrezept für ein selbst gebackenes Kressebrot. So werde die Herstellung von Lebensmitteln ganz praktisch erfahrbar. In diesem Jahr bekommen die Kinder erstmals eine Box, die aus nachwachsenden Rohstoffen in der Region hergestellt wurde. Die Bio-Brotboxaktion ist eine offizielle Aktion der Metropolregion Nürnberg.

In Herzogenaurach erhalten die Erstklässler wieder pro Klasse einen Fünf-Liter-Karton frisch gepressten Bio-Apfelsaft. Der Saft stammt aus Äpfeln von Streuobstwiesen im Stadtgebiet Herzogenaurach. Schüler der Carl-Platz-Schule, im Burgstaller Weg und der privaten Grund- und Mittelschule Liebfrauenhaus, sowie Vorschulkinder der World of Kids haben das Obst in einer vom Sachgebiet für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz und dem Baubetriebshof betreuten Aktion geerntet.

Bürgermeister German Hacker, Alisa Schreiber und Annette Lutz von der Geschäftsstelle Fürth-Erlangen der AOK Bayern sowie Ille Prockl-Pfeiffer von der lokalen Agenda überreichen den 36 Schulanfängern der Grund- und Mittelschule Liebfrauenhaus – stellvertretend für alle Herzogenauracher Schulneulinge, Erstklässlerinnen und Erstklässler – am Dienstag die Bio-Brotboxen.

Hacker: „Ein gesundes Pausenfrühstück ist sehr wichtig für ein erfolgreiches Lernen.“ Besonders vitaminreich seien Obst und Gemüse aus dem heimischen Garten.

Leider musste coronabedingt auf das gemeinsame Frühstück verzichtet werden. Die Stadt steuerte aber Bio-Äpfel von den städtischen Streuobstwiesen zu den Bio-Brotboxen bei, von der AOK kamen frische Bio-Karotten dazu. Außerdem erklärte Ernährungsberaterin Christine Platt im Dialog mit dem Jolinchen, warum ein gesundes Pausenbrot so wichtig für ein erfolgreiches Lernen ist.

Die Bio-Brotbox-Aktion wird von vielen Sponsoren, der Biometropole Nürnberg, den Bürgermeistern und Landräten der Städte und Landkreise ermöglicht. Seit 2005, als Aktive aus der Bio-Branche und die Biometropole Nürnberg mit der Idee starteten, Erstklässlern gesunde Bio-Lebensmittel zugänglich zu machen und Eltern zu motivieren, ein gesundes Pausenbrot mitzugeben, wurden so insgesamt 180 000 Boxen verteilt. red

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