Verkehrsbelastung
Brehm ist gegen Südumgehung und will weitere Alternativen prüfen
Höchstadt a. d. Aisch – Andreas Dorsch Eine Umgehungsstraße für Gremsdorf betrifft immer auch Höchstadt, egal in welcher Variante. Noch ist nicht entschieden, ob eine Nord- o...

Andreas Dorsch

Eine Umgehungsstraße für Gremsdorf betrifft immer auch Höchstadt, egal in welcher Variante. Noch ist nicht entschieden, ob eine Nord- oder Südumgehung, oder gar eine Untertunnelung das Ortszentrum Gremsdorf vom Verkehr der B 470 entlasten soll. Das Staatliche Bauamt Nürnberg untersucht alle drei Möglichkeiten.

Auch wenn er positive Aktivitäten der neuen Höchstadter Grünen schätzt, reagiert Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) doch sehr verwundert über deren Ansinnen, eine Nordumgehung Gremsdorfs durchs Aischtal von vorneherein abzulehnen (siehe FT vom Samstag). Einseitig gegen die Nordumgehung zu wettern sei eine "gefährliche Argumentation" und "erwärmt die Entscheidungsträger für die Südumgehung".

Aus Sicht der Höchstadter Verwaltung und weiter Teile des Stadtrats sei die jedoch ausgeschlossen. Sie würde an Neubaugebieten Höchstadts vorbeiführen und die Baulandpolitik der Stadt tangieren.

Juristische Schritte möglich

Für Brehm wären das "drei Kilometer Einschnitt in eine weltweit einmalige Teichlandschaft und in die Natur". Um das zu verhindern, würde er dem Stadtrat juristische Schritte vorschlagen.

"Eigentlich bin ich gegen beide und für eine Untertunnelung", sagt Brehm. Da könnte man auch prüfen, ob sich die Kommunen beteiligen. Überhaupt brauche man erst einmal Fakten und Kostenschätzungen. Erst dann könne man entscheiden.

Brehm erinnert daran, dass es in Höchstadt an der B 470 eine ähnliche Wohnbebauung gebe wie in Gremsdorf. Überlegenswert sei für ihn auch der Vorschlag, Flüsterasphalt aufzubringen und alle Möglichkeiten des aktiven und passiven Lärmschutzes zu nutzen. Zudem könnte der Bund den Anliegern der Gremsdorfer Hauptstraße, die bereit wären ihre Anwesen zu verkaufen, eine Entschädigung bieten.

Höchstadts Bürgermeister schlägt auch vor, noch vor der Wahl im September alle Bundestagskandidaten einzuladen und sie nach ihrer Haltung zu der Bundesstraße zu befragen.