Jugendtreff
Der „Bunker“ soll belebt werden, aber wie?
Frank Renninger (Mitte) stellt dem Gremium seine Konzepte für den „Bunker“ vor.
Frank Renninger (Mitte) stellt dem Gremium seine Konzepte für den „Bunker“ vor.
Britta Schnake
Vestenbergsgreuth

Der „Bunker“ ist ein Treffpunkt für Jugendliche in Adelsdorf, doch so richtig Leben herrscht nicht in der Bude. „Bisher hatten wir drei Jugendliche, die hatten einen Schlüssel, die haben sich mit anderen getroffen, das waren im Schnitt 15 Personen“, erläutert Bürgermeister Karsten Fischkal, als der pädagogische Leiter Frank Renninger dem Sozialausschuss sein Konzept für die Öffnung des Jugendtreffs vorstellte: zum einen ohne pädagogischen Personaleinsatz, zum anderen mit.

„Die Unterstützung, die wir in der Schule anbieten, müssen wir den Jugendlichen auch anbieten“, sagt er, „das heißt, dass ein Ansprechpartner mit Demokratieverständnis da sein sollte. Ich glaube, man muss den Jugendlichen eine gewisse Hilfestellung bieten. Für ältere Jugendliche sind wir, wenn wir ehrlich sind, keine Konkurrenz zu Höchstadt und Erlangen.“

Dafür bräuchte es aber ein Mindestmaß an Personal. „Ich würde dafür plädieren, jemanden zu suchen für zehn Stunden in der Woche. Das ist keine ,gmahde Wiesn’, da sind noch Hecken dran, das gebe ich zu.“

„Wir haben einen Fachkräftemangel in der Gemeinde“, stimmte Fischkal ihm zu, „wir suchen alles, Erzieher, Tagesmütter, Tagesväter, alles.“

Renninger könnte sich auch vorstellen, sich ehrenamtliche Jugendliche zur Unterstützung zu holen. „Das hat dann aber mit Jugendarbeit nicht zu tun“, fügt er hinzu. „Wir sollen ein Netzwerk zu Jugendverbänden und Vereinen bilden“, erläuterte er weiter, „darauf bauen wir auf. Dafür muss man die Jugendlichen aber erst mal haben, sie bündeln.“

Der erste Schritt wäre Renningers Meinung nach, Social-Media-Kanäle zu schaffen, Jugendliche einzuladen und eine Bedarfsfeststellung zu starten. „Die evangelische Kirche macht Freitagnachmittag was für Kinder, irgendwann sind die auch zu alt. Da sollte man sich auch vernetzen“, schlugt Kerstin Auer (Grüne) vor. „Man muss die Jugendlichen abfragen: Was wollt ihr? Man muss sie ernst nehmen“, sagte Marion Bierlein (FW), „Röttenbach hat wohl ein gutes Konzept. Ich würde mir das gern mal anschauen.“

„Wir haben den ,Bunker’, wir wollen was machen“, unterstrich Fischkal.

Einstimmig beschloss der Sozialausschuss, dass sich Frank Renninger weitere Schritte überlegen und weiter tätig werden soll.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: