Konstituierende Sitzung
Die Anliegen der älteren Generation haben eine Stimme
Hans-Jürgen Heinzel und seine Stellvertreterin Heidemarie Keim wurden als Vorsitzende gewählt.
Hans-Jürgen Heinzel und seine Stellvertreterin Heidemarie Keim wurden als Vorsitzende gewählt.
Foto: Richard Sänger
Herzogenaurach

Der Seniorenbeirat der Stadt ist im Sitzungssaal des Interimsrathaus zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Unter der Wahlleitung von Bürgermeister German Hacker und Ursula Grimm vom Generationen Zentrum wurde die geheime Wahl des fünfköpfigen Gremiums zügig durchgeführt und die wahlberechtigten Mitglieder folgten jeweils den Wahlvorschlägen.

Das fortan fünfköpfige Gremium besteht aus dem Vorsitzenden Hans-Jürgen Heinzel, seiner Stellvertreterin Heidemarie Keim und der Schriftführerin Gerlinde Martini. Der Seniorenbeirat bestimmte wiederum Reiner Wienke und seinen Stellvertreter Michael Baltz in die Leitung des Seniorenbüros.

Enorm wichtige Arbeit

„Die Arbeit unseres Seniorenbeirates ist enorm wichtig. Unsere Senioren sollen wissen, dass sie und ihre Anliegen in der politischen Arbeit berücksichtigt werden. Daher bin ich froh, dass wir dieses Gremium haben, das sich voller Engagement und Leidenschaft für die älteren Menschen in Herzogenaurach einsetzt“. Das erklärte Bürgermeister German Hacker zu Beginn der Sitzung. Ziel und Aufgabe des Seniorenbeirates ist, für Seniorinnen und Senioren eine gute Lebensqualität sowie eine selbstständige Lebensführung im vertrauten Lebensumfeld zu fördern.

Der Vorsitzende Hans-Jürgen Heinzel fasste die Arbeit des Herzogenauracher Seniorenbeirates zusammen. „Wir wollen, dass sich unsere Senioren auch im Alter in unserer schönen Stadt wohl und geborgen fühlen und dass man vor dem Älterwerden in Herzogenaurach keine Angst haben braucht“,stellte er fest. Und bot an: „Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und wollen auch schwere Wege miteinander gehen. Wenn es um das Thema Pflege und Bewältigung des Alltags geht, bieten wir gerne unsere Unterstützung an. Unser großes Netzwerk, das wir über viele Jahre aufgebaut haben, hilft uns dabei sehr“.

Viele wertvolle Anregungen

Mit den Neuwahlen am 5. Juli endete auch die dreijährige Amtszeit des bisherigen Seniorenbeirates, dessen Mitglieder mit einem Präsent und Dankesworten von Bürgermeister Hacker verabschiedet wurden. „Sie haben der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung viele wertvolle Anregungen und Empfehlungen gegeben“, unterstrich der Bürgermeister.

Der Seniorenbeirat der Stadt Herzogenaurach tritt für die Interessen aller Bürger Herzogenaurachs über 60 in Gesellschaft und Politik ein. Bürgermeister German Hacker betonte, dass es vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung der Gesellschaft wichtig sei, ein Gremium zu haben, das die Interessen der älteren Bürger zum Ausdruck bringt und sich für deren Belange einsetzt.

Als im Jahr 2001 der Seniorenbeirat der Stadt Herzogenaurach als „überparteiliche, überkonfessionelle und verbandsunabhängige Einrichtung zur Förderung und Wahrnehmung der besonderen Belange der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“ gegründet wurde, ahnte kaum jemand, welch positive Entwicklung in der Seniorenarbeit danach einsetzte. Schnell stellte sich laut Aussage des Bürgermeisters heraus, dass neben der satzungsgemäßen Funktion der „Beratung des Bürgermeisters, des Stadtrates, seiner Ausschüsse und der Stadtverwaltung zu den für Senioren relevanten Themen“ die unmittelbaren Hilfestellungen für die Menschen immer wichtiger wurden.

Über 30 Gruppen stark

Zu den Aufgaben des Seniorenbeirats gehört es, die kommunalen Behörden und die Öffentlichkeit auf die Anliegen der älteren Generation aufmerksam zu machen, an Lösungen und Verbesserungen aktiv mitzuarbeiten. Das Gremium setzt sich aktiv für eine kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Seniorengruppen, Ämtern, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Organisationen ein. Das Angebotsspektrum ist umfassend geworden: Geholfen wird nicht nur in allen Bereichen, die man unter dem Stichwort einer guten Nachbarschaftshilfe zusammenfassen könnte. Vielfältige Kontaktmöglichkeiten – besonders wichtig auch für Alleinstehende – bieten über 30 Gruppen, die im Lauf der Jahre unter dem Dach des Seniorenbeirats gebildet wurden.

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