Welkenbach
Ein Baum, schlank und schön
21 Meter hoch ist der Baum, der zur Kirchweih in Welkenbach aufgestellt wurde.
21 Meter hoch ist der Baum, der zur Kirchweih in Welkenbach aufgestellt wurde.
Foto: Manfred Welker

Die Kirchweih im Herzogenauracher Ortsteil Welkenbach war auch in diesem Jahr wieder ein Besuchermagnet. Das Besondere daran ist, dass sie im und um das Vereinsheim der Loisachthaler stattfindet.

Zahlreiche Einheimische und Gäste kamen am Wochenende in den Herzogenauracher Ortsteil. Den Auftakt machte am Freitag eine Schlachtschüssel. Zum Anstich konnte Edwin Düthorn, Erster Vorsitzender des Gebirgsvereins Loisachthaler, zahlreiche Gäste begrüßen. Für die Unterhaltungsmusik am Auftaktabend sorgten Ingo Singer und seine Heckenmusikanten. Für Speis und Trank war ebenfalls gesorgt, so dass niemand darben musste.

Aus dem Birkenbühl

Am Samstagnachmittag stand das obligatorische Baumaufstellen auf dem Programm. Der Baum war von Konrad Geinzer und Johann Geinzer in den Korporationswaldungen im Birkenbühl gefällt worden. Der schöne Baum mit einer regelmäßigen, dichten Krone und 21 Metern Länge wurde sodann von Johann Geinzer mit seinem McCormick mit dem Kennzeichen HÖS-H 157, nach Welkenbach vor das Vereinsheim gefahren. Konrad Geinzer steuerte den Traktor, auf dessen Wagen die Kerwasburschen den Baum begleiteten.

Innerhalb kurzer Zeit hatten die Helfer den Baum unter der Anleitung von Matthias Geinzer mit den Schwalben in die Senkrechte gebracht, verkeilt und das Loch abgedeckt. Alle Bewohner von Welkenbach sollten es merken, dass Kerwa ist, und außerdem ihre Unterstützung in Form von klingender Münze dazu beitragen. Der Baum kündet nun am Eingang von Welkenbach von der Kirchweih im Ort.

Früher war’s schwerer

Für die Akteure und die Gäste gab es Kaffee und fränkische Küchle. Altgediente wie Konrad Geinzer können sich noch daran erinnern, wie sie früher vor dem Welkenbacher Gasthaus mit Unterstützung der Altvorderen den Kirchweihbaum aufgestellt haben, der aus dem Dohnwald bei der Eckenmühle geholt wurde. Verglichen damit ist der heurige Baum schön schlank und leichter zu handhaben.

Am Abend sorgte Reiner Warter für die musikalische Umrahmung und mit Tanzmusik für Bewegung auf dem Parkett. Für den Vorstand der Loisachthaler, Edwin Düthorn, hat sich der Verein die Pflege der Fränkischen Kirchweih auf die Fahnen geschrieben. Daher gibt es am Sonntag zu Mittag fränkische Klöße mit Braten, aber auch Kiegli zum Kaffee. Das Baumaufstellen gehört ebenso zur Brauchtumspflege. Um auch den Nachwuchs bei Laune zu halten, gab es eine Kinderhüpfburg, Mal- und Bastelecke. Außerdem verkaufte der Welkenbacher Nachwuchs Süßigkeiten und Eis an die zahlreichen Kinder.