Spende
Ein E-Auto für den Lebensmittelpunkt
Bisher stand dem Lebensmittelpunkt nur der Lkw (im Hintergrund) zur Verfügung. Mit dem neuen Elektro-Auto ist ein Wunsch der Leiterin Swenja Ott (Mitte) in Erfüllung gegangen. Mit im Bild sind Landrat Alexander Tritthart (links) und Reinhard Lugschi vom Sparkassen-Vorstand.
Bisher stand dem Lebensmittelpunkt nur der Lkw (im Hintergrund) zur Verfügung. Mit dem neuen Elektro-Auto ist ein Wunsch der Leiterin Swenja Ott (Mitte) in Erfüllung gegangen. Mit im Bild sind Landrat Alexander Tritthart (links) und Reinhard Lugschi vom Sparkassen-Vorstand.
Foto: Evi Seeger
Höchstadt a. d. Aisch – Swenja Ott, die Leiterin des Lebensmittelpunkts in der Lindenstraße, ist happy: Ihr steht jetzt ein Fahrzeug zur Verfügung, mit dem sie ihre vielen Au...

Swenja Ott, die Leiterin des Lebensmittelpunkts in der Lindenstraße, ist happy: Ihr steht jetzt ein Fahrzeug zur Verfügung, mit dem sie ihre vielen Aufgaben eigenständig erledigen kann. Dazu zählt auch die Auslieferung von Lebensmitteln an bedürftige Menschen, die selbst aufgrund ihrer Lebenssituation nicht mehr in den Lebensmittelpunkt kommen können.

Auch Verwaltungsaufgaben oder den Austausch mit dem Kaufhaus in Neustadt kann sie nun mit ihrem neuen Fahrzeug erledigen. Bisher verfügte der Lebensmittelpunkt nur über einen Lkw. Benötigte Ott einen fahrbaren Untersatz, musste sie auf ihr eigenes Auto zurückgreifen oder sie wurde durch „Manpower“ samt Fahrzeug aus dem Kreis ihrer ehrenamtlichen Helfer unterstützt.

Möglich gemacht hat das die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach durch die Spende eines Elektro-Autos. Die Laufer Mühle sei mit ihren Einrichtungen und ihrem bürgerschaftlichen Engagement aus dem Landkreis nicht mehr wegzudenken, betont Landrat Alexander Tritthart, gleichzeitig der Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse. Die soziale Arbeit sei nur möglich, weil viele Menschen sich ehrenamtlich einbringen und die Projekte mit Spenden unterstützen.

Reinhard Lugschi, Vize-Vorsitzender des Sparkassenvorstands und zugleich Vorsitzender des Freundeskreises Laufer Mühle, freut sich, dass mit dem neuen Fahrzeug die Arbeit der Einrichtung erleichtert wird. Dadurch könnten den Menschen, die wegen Erkrankung oder fehlender Mobilität das Haus nicht verlassen können, Lebensmittel nach Hause geliefert werden.

„Win-Win-Situation“

Das Kennzeichen „HÖS – LM 40 E“ macht deutlich, dass es sich bei dem kleinen Viersitzer um ein Elektrofahrzeug handelt. Der Wert beläuft sich nach Lugschis Worten auf rund 25 000 Euro. Die Anschaffung sei jedoch durch die staatliche Umweltprämie und einen Sonderrabatt des Autohauses Feser-Graf günstiger geworden.

„Damit leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz“, sagt Lugschi. Gleichzeitig werde das Konzept der Laufer Mühle umgesetzt: Die Einrichtung stehe seit 25 Jahren für Nachhaltigkeit. Eine „Win-Win-Situation“ also, findet der Vorsitzende des Freundeskreises.

Neben der Umwelt würden davon die Kunden des Lebensmittelpunkts profitieren. 500 bis 600 stehen nach den Worten der Leiterin in der Kartei, aber nicht alle würden regelmäßig Lebensmittel beziehen. „Wöchentlich werden 300 Körbe gepackt. Wir machen keine Gebietsbegrenzung“, so Ott. Wenn Bedürftige von außerhalb kämen, dürften sie das Angebot ebenso nutzen. Die Bedürftigkeit müsse allerdings nachgewiesen werden.

„Allen, die hier Lebensmittel abholen, bieten wir auch an, sich ehrenamtlich bei uns zu betätigen“, sagt Ott. Das sei die beste Möglichkeit, ihr Leben wieder aktiv in die Hand zu nehmen. Im Lebensmittelpunkt herrsche ein inniges Verhältnis untereinander. Ott begründet das damit, dass die Menschen vor und hinter der Theke auf der gleichen Ebene stehen.

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