Gesellschaft
Erzbischof Schick überreicht Auszeichnung
Auch Höchstadts Dritter Bürgermeister Axel Rogner (links) und Stadtpfarrer Kilian Kemmer (rechts) gratulierten Roland Holler und seiner Frau nach der Verleihung des Preises durch Erzbischof Ludwig Schick.
Auch Höchstadts Dritter Bürgermeister Axel Rogner (links) und Stadtpfarrer Kilian Kemmer (rechts) gratulierten Roland Holler und seiner Frau nach der Verleihung des Preises durch Erzbischof Ludwig Schick.
Foto: Norbert Jungkunz
Höchstadt a. d. Aisch – Der Standort des Höchstadter Schaeffler-Werkes bleibt unweigerlich mit Roland Holler, dem Namen des Betriebsratsvorsitzenden, verbunden. Egal ob in...

Der Standort des Höchstadter Schaeffler-Werkes bleibt unweigerlich mit Roland Holler, dem Namen des Betriebsratsvorsitzenden, verbunden. Egal ob in der Schaeffler- Krise in Zusammenhang mit der Übernahme von Continental oder in der Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre. Auch die firmeninternen Umstrukturierungen hatten vergangenes Jahr für den Standort Höchstadt zunächst massiven Personalabbau vorgesehen.

Immer war es Roland Holler, der mit seinen Betriebsräten für seine Belegschaft kämpfte und konstruktive Alternativen vorlegte, die auf Zustimmung stießen. Gründe genug, dass die katholische Betriebsseelsorge ihre höchste Auszeichnung Roland Holler widmete, den Preis „Arbeiter für Gerechtigkeit“.

In seiner Laudatio würdigte Diözesanbetriebsseelsorger Manfred Böhm den Preisträger als unermüdlichen Kämpfer für die Belange der Arbeitnehmer. Zugleich verwies Böhm auf die beruflichen, privaten und familiären Zusammenhänge Hollers, die ein Gesamtbild seines sozialen Engagements darstellen.

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick überreichte die Auszeichnung. Er dankte Roland Holler „für seinen vorbildlichen Einsatz“. Dass gesellschaftlicher Einsatz mit Tat- und Schaffenskraft und das Vertrauen auf Gottes Segen keine Ausschließlichkeiten oder Gegensätze bedeuten, zeigen nach den Worten des Erzbischofs die Solidaritätsgottesdienste in der Stadtpfarrkirche während der verschiedenen Krisenzeiten.

Sichtlich bewegt nahm Holler die Auszeichnung entgegen und rief zum Handeln auf, wo Ungerechtigkeit zu spüren ist und wo die Zukunft von Menschen bedroht wird. Dabei stellt es für Holler eine Priorität dar, besonders die Jugend zu fördern und für solches Engagement zu sensibilisieren und zu fördern.

Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften, Betriebsräte und Kirche gratulierten Roland Holler im Rahmen der Feier, die im Rokoko-Saal des Bamberger Bistumshauses stattfand. red

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