Freiwillige sollen in der Pflege helfen
Die Stadt Erlangen und der Landkreis Erlangen-Höchstadt rechnen damit, dass die Pflegekräfte in den Einrichtungen der Region angesichts steigender Infektionszahlen bald Unterstützung brauchen.
Die Stadt Erlangen und der Landkreis Erlangen-Höchstadt rechnen damit, dass die Pflegekräfte in den Einrichtungen der Region angesichts steigender Infektionszahlen bald Unterstützung brauchen.
Foto: Fabian Strauch, dpa
LKR Erlangen-Höchstadt – Omikron-Welle  Die Stadt Erlangen und der Landkreis Erlangen-Höchstadt suchen Unterstützung für Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Auch für Laien wird es Einsatzmöglichkeiten geben.

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt durch die Omikron-Variante rasant an, auch in Erlangen und Erlangen-Höchstadt. Der Expertenrat der Bundesregierung hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass für Pflegeeinrichtungen und Kliniken durch die Infektionen mit erheblichen Personalengpässen zu rechnen ist. Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen und die Stadt Erlangen sowie der Landkreis Erlangen-Höchstadt rufen deshalb dazu auf, dass sich Freiwillige zur Hilfe melden. Gemeinsames Ziel ist es, die durch die Omikron-Welle erwarteten Auswirkungen für die Betreuung und Pflege zu mildern, heißt es in dem Aufruf.

Essensversorgung und Büroarbeiten

Gesucht werden neben Fachkräften im medizinischen und pflegerischen Bereich – die derzeit nicht berufstätig sind oder fachfremd in Teilzeit arbeiten – auch Fachkräfte aus anderen Bereichen wie der Hauswirtschaft, dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Aber auch Laienhelferinnen und -helfer sollen sich von diesem Aufruf angesprochen fühlen und zur Unterstützung melden. Denn die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Pflege, Essensversorgung, soziale Betreuung, Patiententransport, Testungen, Entlastung bei Schreib- oder Dokumentationsaufgaben, Büroarbeiten und Tätigkeiten in der Hausverwaltung.

In der Corona-Welle haben von Anfang an Hilfsbereitschaft, gegenseitige Unterstützung und Solidarität geholfen. Ziel ist es jetzt, einen Pool von Unterstützungskräften aufbauen, um im Notfall rasch darauf zugreifen zu können. Interessierte können sich telefonisch bei der Pflegeakademie am Universitätsklinikum Erlangen von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 8 bis 17 Uhr unter 09131/85-32073 oder jederzeit online unter www.erlangen.de/pflegeaufruf melden.

Datenabfrage für den Bedarfsfall

Dort werden in einem Web-Formular Qualifikationen, Erfahrungen und Einsatzwünsche abgefragt und mit dem Bedarf der Einrichtungen abgeglichen. Im Zuge der Abfrage erfolgen auch die Klärungen, wie mit beispielsweise bestehenden Arbeitsverträgen umgegangen wird und unter welchen Bedingungen der jeweilige Einsatz erfolgen kann.

Die persönlichen Daten werden ausschließlich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verwendet und zur Vermittlung an Einrichtungen in Stadt und Landkreis weitergegeben. Im Bedarfsfall erfolgen eine unmittelbare Kontaktaufnahme und der Vorschlag des Einsatzorts.

Für Geimpfte oder Genesene

Da die Einsätze in pflegerischen oder betreuende Einrichtungen erfolgen, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Corona oder der Status als Genesener erforderlich. In den Einrichtungen werden alle dort Tätigen (berufsmäßige oder freiwillige) regelmäßig auf eine Corona-Infektion getestet. red

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