Indienhilfe
Fritz Diller wird für sein soziales Engagement zum Ehrenmitglied ernannt
Fritz Diller (l.) erhält von Andreas Höllein die Ehrenurkunde.
Fritz Diller (l.) erhält von Andreas Höllein die Ehrenurkunde.
Foto: Tina Volkert
Adelsdorf – Fritz Diller, seit etwa zehn Jahren Mitglied im Verein „Zukunft für Menschen in Südindien“, ist im Gasthof Rittmayer in Aisch für sein großes...

Fritz Diller, seit etwa zehn Jahren Mitglied im Verein „Zukunft für Menschen in Südindien“, ist im Gasthof Rittmayer in Aisch für sein großes Engagement für die bedürftigen Menschen geehrt worden. Aus den Händen des Vereinsvorsitzenden Andreas Höllein erhielt er die Ehrenurkunde und wurde zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Die Blumen gingen an seine Frau Monika.

„Nichts hab’ ich davon gewusst“, erklärte der Geehrte sichtlich gerührt. Friedrich Diller war bereits zwei Mal mit in Indien vor Ort und hat die Not der Menschen miterlebt. Fritz – so nennen ihn die Freunde – und Monika Diller betreuen Patenkinder und Seniorenpaten, die sie persönlich kennen.

Ins fremde Land

„Wenn man versucht, dieses völlig andere, uns fremde Land mit den gleichen Maßstäben zu messen, die wir kennen, kann man nur unglücklich zurückkommen“, sagt Diller. Er habe in Indien stolze Menschen getroffen, die trotz ihrer Armut gastfreundlich waren und auf ein Lächeln immer mit einem Lächeln antworteten. Trotzdem schockierten beide die große Armut, das Elend und die chaotischen Verhältnisse.

Natürlich könne man mit einer Kinderpatenschaft oder einer Spende nicht die Welt verändern. „Aber wenn auch nur ein Kind eine glücklichere Kindheit durch unseren Beitrag hat, ist schon ein kleiner Schritt getan“, meint Diller.

Das Einsatzgebiet ist im Bundesstaat Tamil Nadu an der Südspitze Indiens. Dort leben überwiegend Tamilen. Sprache und Schrift ist Tamil. Die Region ist sehr arm. Auch der Tsunami verwüstete einen Teil der Region und es waren viele Opfer zu beklagen. Die meisten Menschen leben nur vom Fischfang oder sind Tagelöhner. Vor allem die Kinder haben ohne Schulausbildung kaum Zukunftsperspektiven. Eine Schulbildung für alle Kinder ist deshalb überlebenswichtig. Auch die alten Menschen sind sehr arm. Da es in Indien keine Altersversorgung gibt, haben die älteren Menschen kein Einkommen. Spenden sind deshalb sehr wichtig.

Da man in Deutschland im Vergleich zu Indien im Wohlstand lebe, haben die Eheleute Diller zu ihren runden und halbrunden Geburtstagen auf Geschenke verzichtet und um Geldspenden für Indien gebeten. Schon früher konnten sie für ihr Patenkind für 2000 Euro ein Haus (20 Quadratmeter Grundfläche und ein festes Dach) bauen. 2013 feierte Monika Diller ihren 70. Geburtstag und 2014 beging Friedrich Diller seinen 75. Geburtstag. Es kamen wieder 2500 Euro an Spenden zusammen. Auch den sehnlichsten Wunsch des Pfarrers nach einem neuen Kindergarten konnten die Aischer Eheleute erfüllen, indem sie einen Neubau finanzierten.

„Sein Engagement und der große Einsatz hat viele Leute angesteckt, zu helfen und Projekte vor Ort zu unterstützen und aufzubauen“, erklärt Höllein. Man könne Fritz als „Zweigstelle in Adelsdorf“ bezeichnen. Der Verein hat seinen Hauptsitz in Stegaurach. Im Lauf der Zeit war auch eine innige Freundschaft zwischen Pater Jeremias, Pfarrer Jagen und Fritz Diller entstanden.

„Die Urkunde ist ein großes Dankeschön für deinen unermüdlichen Einsatz für den Verein und die vielen bedürftigen Menschen in Südindien“, betont Höllein.

Spendenkonto: Zukunft für Menschen in Suedindien e.V., Liga-Bank eG, BIC: GENODEF1M05, IBAN: DE 7509 0300 0009 0551 26. Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, wende sich an den Verein unter www.zms-ev.de.