Glauben
Fronleichnam als ein Zeichen der Ermutigung und des Aufbruches
Der Fronleichnamsgottesdienst fand im Höchstadter Schlosshof statt.
Der Fronleichnamsgottesdienst fand im Höchstadter Schlosshof statt.
Foto: Gerhard Wirkner
Höchstadt a. d. Aisch – Trotz heißer Temperaturen nahmen viele Gläubige an der Fronleichnamsprozession in Höchstadt teil. Die Frage, wie nach zwei Jahren Corona-Zwangspause...

Trotz heißer Temperaturen nahmen viele Gläubige an der Fronleichnamsprozession in Höchstadt teil. Die Frage, wie nach zwei Jahren Corona-Zwangspause die Beteiligung ausfallen würde, beantworteten die zahlreichen Teilnehmer mit einem „Endlich wieder“.

So zogen alle Barockfiguren der Stadtpfarrkirche – von Frauen und Männern unterschiedlicher Gruppierungen getragen – durch die Höchstadter Innenstadt. Fast alle Höchstadter Vereine entsandten Fahnenabordnungen. Während stellvertretender Landrat Martin Oberle die Stadtkapelle musikalisch unterstützte, repräsentierten Bürgermeister Gerald Brehm und sein Stellvertreter Axel Rogner die Stadt Höchstadt. Stadtkapelle und Spielmannszug umrahmten die Prozession musikalisch. Nach dem Gottesdienst im Schlosshof setzte sich der lange Zug in Bewegung.

Auf dem Weg zu den vier Altären, die von den Familien Biermüller, Übel, Guthruf, Bodendorfer und Lehmann geschmückt wurden, sprachen Wolfgang Koeberlein und Pastoralreferentin Monika Urbasik Gebete für die Situationen und Krisen in Kirche und Staat, für den Frieden in der Ukraine, für den Erhalt der Schöpfung und für die Stadt Höchstadt.

Im Schlosshof

Der Abschluss der Prozession musste wegen des Sandstrandes am Marktplatz ebenfalls im Schlosshof stattfinden. Dorthin kamen dann auch die Kinder, die zuvor in der Stadtpfarrkirche einen eigenen Gottesdienst mit Wolfgang Först, Maria Marx und Markus Rosenthal feierten. Während der Prozession boten Roman Paulini mit Texten und Gebeten sowie Reinhard Döring an der Orgel für alle, die nicht an der Prozession teilnehmen konnten, eine Andacht im Schlosshof an.

Nach dem Schlusssegen zeigte sich Stadtpfarrer Kilian Kemmer erfreut, dass sich die Skepsis, wie das Fronleichnamsfest angenommen wird, als unbegründet erwies. Dies sei ein Zeichen der Ermutigung und des Aufbruches.

Den Gottesdienst und den Abschluss der Prozession im Schlosshof ermöglichten das Team Riegler, der Skiklub, die Grottenbaugruppe, der städtische Bauhof, der Pfarrgemeinderat zusammen mit Mesner Gerhard Wirkner und dem Hausmeister des Landratsamtes, Roland Heimann. Die Teilnehmer des Fronleichnamsfestes dankten es ihnen. red