IHK-Gremium
Für „gesunde Balance zwischen Wirtschaft und Klimaschutz“
Carsten Bokholt (links), Geschäftsführer der Helmholz GmbH, empfing das regionale IHK-Gremium mit dem Vorsitzenden Michael Thiem (rechts) in Großenseebach.
Carsten Bokholt (links), Geschäftsführer der Helmholz GmbH, empfing das regionale IHK-Gremium mit dem Vorsitzenden Michael Thiem (rechts) in Großenseebach.
Foto: Jutta Rost
Großenseebach – Welche Wünsche und Forderungen die regionale Wirtschaft an die künftige Regierung hat, formulierten die Mitglieder des IHK-Gremiums, die die Interesse...

Welche Wünsche und Forderungen die regionale Wirtschaft an die künftige Regierung hat, formulierten die Mitglieder des IHK-Gremiums, die die Interessen der 7000 Unternehmen mit Sitz im wesentlichen Landkreis vertreten, bei ihrer jüngsten Sitzung. Als Tagungsort diente die Firma Helmholz GmbH in Großenseebach, deren Geschäftsführer Carsten Bokholt den Gästen das Unternehmen vorstellte. Der Spezialist für Anlagenprogrammierungen beschäftigt am Standort im Seebachgrund insgesamt 90 Mitarbeiter und unterhält weltweit fünf Niederlassungen.

IHK-Vorsitzender Michael Thiem wies auf die zentralen Themen des Bundestagswahlkampfes wie Digitalisierung und Klimaschutz hin, denen die Parteien eine zentrale Rolle in einer künftigen Regierungsarbeit zugewiesen hätten. Diese Schwerpunkte wurden auch von den Unternehmensvertretern aus dem westlichen Landkreis als priorisierte künftige Handlungsfelder gesehen. Praktische Beispiele aus den Firmen zeigten auf, dass in den vergangenen Jahren bereits umfassende Anstrengungen auf diesen Gebieten unternommen und somit schon aktive Beiträge zum Klima- und Umweltschutz geleistet wurden. Freilich gibt es noch viel zu tun. Deshalb steht „klimaneutrales Wirtschaften“ bei etlichen Betrieben auf der Agenda beziehungsweise befindet es sich bereits in der Umsetzungsphase. „Damit dieser eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden kann, sind bessere steuerliche Rahmenbedingungen und auch Investitionsanreize erforderlich“, sagte Gremiumsvorsitzender Thiem, „um auch international wettbewerbsfähig bleiben zu können.“ Denn, so der Tenor der regionalen Firmen, die Anstrengungen für den Klimaschutz müssten schließlich auch finanziert werden, und das sei nur möglich, wenn die Wirtschaftskraft auf hohem Niveau erhalten bleibt. Es bestehe auch die Sorge, dass es zu sozialen Verwerfungen kommen könnte, wenn sich die Kosten für den Klimaschutz zu stark auf die Bürger niederschlagen. Deshalb sei es der Wunsch des Gremiums, dass die neue Bundesregierung eine „gesunde Balance zwischen Wirtschaft und Klimaschutz“ herzustellen vermag, sagte Thiem. red