Gewalt kommt nicht in die Tüte
Gewalt kommt ihnen nicht in die Tüte (von links): Birgit Hartig vom Frauennotruf Erlangen, Elisabeth Preuß und Silvia Klein vom Zonta-Club Erlangen, Verena Kölmel vom Zonta-Club Herzogenaurach, Wolfgang Mevenkamp von der Bäckerinnung Erlangen-Hersbruck, Claudia Wolter und Katharina Pöllmann-Heller, die Gleichstellungsbeauftragten vom Landkreis und der Stadt Erlangen, sowie Annika Ohlshock vom Autonomen Frauenhaus Erlangen.
Gewalt kommt ihnen nicht in die Tüte (von links): Birgit Hartig vom Frauennotruf Erlangen, Elisabeth Preuß und Silvia Klein vom Zonta-Club Erlangen, Verena Kölmel vom Zonta-Club Herzogenaurach, Wolfgang Mevenkamp von der Bäckerinnung Erlangen-Hersbruck, Claudia Wolter und Katharina Pöllmann-Heller, die Gleichstellungsbeauftragten vom Landkreis und der Stadt Erlangen, sowie Annika Ohlshock vom Autonomen Frauenhaus Erlangen.
Foto: LRA
Herzogenaurach – Aktionstag  Viele Bäckereien beteiligen sich in Stadt und Land am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

„Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ ist der Titel einer mittelfrankenweiten Kampagne anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen an diesem Donnerstag. Viele Bäckereien und Ausgabestellen der Essenstafeln verteilen an diesem Tag Brottüten mit dem Aufdruck der Telefonnummern des Frauennotrufes, des Autonomen Frauenhauses sowie weiteren Beratungsstellen mit dem deutlichen Appell: „Stop Violence – Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen!" In ganz Mittelfranken werden 300 000 Tüten – mehr als eine Viertelmillion – ausgegeben. In Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt werden insgesamt 50 000 Tüten an die Kundschaft verteilt.

Ziel ist es, auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, verbunden mit der Aufforderung, hinzuschauen, die Täter zu benennen und verantwortlich zu machen sowie Frauen und Mädchen zur Seite zu stehen, wenn sie sich aus einem Leben mit Gewalt befreien wollen.

Die Aktion in Stadt und Land wird von den Gleichstellungsstellen von Stadt und Landkreis, der Bäckerinnung Erlangen-Hersbruck, den Zonta-Clubs Erlangen & Herzogenaurach, dem Autonomen Frauenhaus und der Beratungsstelle Frauennotruf Erlangen organisiert. Die Aktionspartner setzen gemeinsam mit den Bäckereien ein deutliches Zeichen gegen jede Form von Gewalt an Frauen und Mädchen.

Viele Frauen erfahren Gewalt, unabhängig davon, wo sie leben, wie alt sie sind oder welchen Bildungsgrad und sozialen Status sie haben. Körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen und Mädchen, häufiger als Verkehrsunfälle und Krebs zusammen. Mit der erlebten Gewalt müssen sich Frauen oft ein Leben lang auseinandersetzen.

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wird weltweit am 25. November begangen. Durch die Vereinten Nationen wurde er 1999 zum internationalen Aktions- und Gedenktag erklärt.