Herzogenaurach
Gottes Werk kunstvoll vertont
Der Philharmonische Chor in der Stadtpfarrkirche: immer ein Höhepunkt im kulturellen Jahr.
Der Philharmonische Chor in der Stadtpfarrkirche: immer ein Höhepunkt im kulturellen Jahr.
Foto: Stadt Herzogenaurach

Zu einem großen Chor- und Orchesterkonzert laden die Stadt Herzogenaurach und der Philharmonische Chor Herzogenaurach am Samstag, 8. Oktober, um 20 Uhr in die Stadtpfarrkirche St. Magdalena ein. Wie aus einer Pressemittelung der Veranstalter hervorgeht, steht „Die Schöpfung“, ein glanzvolles Oratorium von Joseph Haydn, auf dem Programm.

An der Aufführung unter der Leitung von Ronald Scheuer wirken neben dem philharmonischen Chor das Barockorchester „La Banda“ und als Solisten Karola Sophie Schmid (Sopran), Philip Farmand (Tenor) und Zachary Wilson (Bass) mit.

Mit einem wuchtigen Orchesterschlag beginnt Haydns großes Oratorium „Die Schöpfung“. Ein Werk, das das schöpferische Wirken Gottes mit musikalischen Mitteln näher zu bringen versucht. Haydns Musik schafft einen unverdorbenen, im tiefen Sinne naiven Blick auf die Schöpfung. Hier geht es nicht um die Verwertbarkeit der Natur, sondern um das tiefe, menschliche Staunen gegenüber der Schönheit der Schöpfung. Es ist eine innere Haltung, die auf den ersten Blick kindlich wirken mag, aber auch für die Menschen des 21. Jahrhunderts heilsam sein könnte.

„Die Schöpfung“ stellt nicht nur einen entscheidenden Höhepunkt in der kompositorischen Laufbahn Haydns dar, sondern markiert gleichzeitig eine maßstabsetzende Zäsur in der Geschichte des Oratoriums überhaupt.

Untergliederte Handlung

Die Handlung ist nach Vorbild von Georg Friedrich Händel dreigeteilt. Der erste Teil schildert mit der Erschaffung der Erde, der Pflanzen und des Firmaments die ersten vier Tage der Schöpfung. Im zweiten Teil kommen die Geschöpfe hinzu. Der dritte Teil thematisiert das Leben der ersten Menschen Adam und Eva und gipfelt in zwei abschließenden großen Lob- und Dankeschören.

Der Text, nach einem englischen Original übersetzt von Baron van Swieten, vereint die Prosatexte der Schöpfungsgeschichte in der Übersetzung der Lutherbibel mit betrachtenden und kommentierenden Auszügen aus John Miltons Epos „Paradise Lost“ (1667).

Eintrittskarten (Kategorie I: 24 Euro; Kategorie II: 19 Euro; ermäßigt: 14 Euro) für das Konzert sind in der Tourist-Information in Herzogenaurach in der Hauptstraße 34, bei jeder Reservix-Vorverkaufsstelle und online unter herzogenaurach.de erhältlich.

Restkarten können an der Abendkasse ab 19 Uhr erworben werden. Weitere Informationen im Internet unter herzogenaurach.de und unter Tel. 09132/901120. red