Jugendliche lassen aufhorchen
Oberstufenkoordinator Michael Hipp mit Julia Geyer, der Siegerin im Bereich Naturwissenschaften
Oberstufenkoordinator Michael Hipp mit Julia Geyer, der Siegerin im Bereich Naturwissenschaften
Foto: Johanna Blum
Höchstadt a. d. Aisch – Bildung  Höchstadter Gymnasiasten stellten ihre Seminararbeiten in den beiden Kategorien Natur- und Geisteswissenschaften vor. Preise wurden vergeben.

Das Gymnasium Höchstadt präsentierte seine achte W-Seminar-Messe – diesmal wieder live. Dabei stellten Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer im Rahmen der W-Seminare erfolgten Beschäftigung mit verschiedenen natur- und geisteswissenschaftlichen Themen vor. Zuletzt erfolgte eine Prämierung der besten W-Seminar-Arbeiten.

Wie in jedem Jahr engagierten sich dabei der Schulpartner, die Martin Bauer Group, sowie Elke Reitmayer von der Bücherstube Höchstadt. Die Schulpartnerschaft zwischen der Martin Bauer Group und dem Gymnasium Höchstadt besteht seit 2009. Das Ziel der Partnerschaft ist der gegenseitige Know-how-Transfer zwischen Unternehmen und Schule sowie die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen beim Erarbeiten der Lerninhalte sowie bei der Vorbereitung auf Studium und Berufsleben.

Bei der Veranstaltung stellten Schüler ihre Forschungsarbeiten vor. Schüler der Abiturklasse, Q12, die in ihren W-Seminaren sehr gute Arbeiten abgeliefert hatten, konnten sich um den Seminararbeitspreis (150 Euro), gesponsert vom Schulpartner, der Martin Bauer Group, bewerben. Neben dem Seminararbeitspreis gab es einen Sonderpreis, gestiftet von der Bücherstube Höchstadt. So können gelungene Arbeiten, in denen viel Engagement steckt, einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Erste Erfahrungen

Die Jugendlichen des Nachfolgejahrgangs, Q11, die nun mit ihren eigenen Seminararbeiten beginnen, bekamen durch den Besuch der W-Seminar-Messe Anregungen. Sie erhielten einen Eindruck, wie Seminararbeiten gelingen können.

Die Seminararbeiten der Naturwissenschaften wurden an Ständen in der Aula präsentiert und erläutert. Die Ergebnisse der Geisteswissenschaften erlebten die Zuhörer in digitalen Vorträgen. Gäste und Juroren waren Hedi Wedel und Michael Wirth, Personalleiter der Martin Bauer Group, Elke Reitmayer, Bücherstube Höchstadt, Bernd Lohneiß, ehemaliger Schulleiter des Gymnasiums Höchstadt, sowie der aktuelle Schulleiter Roland Deinzer.

Er machte deutlich: „Themen, die ihr euch ausgesucht habt, kann man nur sinnvoll bearbeiten, wenn mehr zusammenkommt: eine Fragestellung, die euch selbst interessiert; Fleiß, denn die interessanteste Fragestellung nutzt nichts, wenn ich nicht Zeit und Mühe aufwende, denn Lösungen fallen nicht vom Himmel; Geduld und Durchhaltevermögen, denn nicht immer verläuft alles nach Plan; strategisches Denken, denn in der Regel braucht man ein Konzept.“ Alle Seminaristen hatten dies nach seinen Worten beherzigt, „sonst wären wir heute nicht hier“.

Hervorragende Organisation

Deinzer vergaß auch die Lehrkräfte nicht, die die Schüler durch die Zeit des W-Seminars begleitet und gefördert und viel Kraft und Zeit aufgebracht haben, um ihnen entsprechende Tipps zu geben und sie zu ermutigen. Ferner bedankte er sich bei Michael Hipp, dem Oberstufenkoordinator, für die hervorragende Organisation.

Spannende Themen wurden behandelt. Zwei Beispiele: „Klimabedingte Migration – die Verantwortung der Industrieländer und des Einzelnen“ sowie „Weibliche Genitalverstümmelung – Leiden als gesellschaftliche Norm“.

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