Goldene Hochzeit
Kommunalpolitisches Engagement und soziale Verantwortung
Das Jubiläum des Ehepaares nahm Bürgermeister German Hacker zum Anlass, dem Ehepaar zu gratulieren.
Das Jubiläum des Ehepaares nahm Bürgermeister German Hacker zum Anlass, dem Ehepaar zu gratulieren.
Foto: Richard Sänger
Herzogenaurach – Der langjährige SPD-Kommunalpolitiker Konrad („Kolla“) Eitel und seine Frau Kunigunda konnten am Montag ihre goldene Hochzeit feiern. Der Stadt- und K...

Der langjährige SPD-Kommunalpolitiker Konrad („Kolla“) Eitel und seine Frau Kunigunda konnten am Montag ihre goldene Hochzeit feiern. Der Stadt- und Kreisrat (74), der es während seiner politischen Zeit nie an Profil hat fehlen lassen, war mehr als 40 Jahre an vielen wichtigen und zukunftsweisenden Entscheidungen des Kreistages und des Stadtrates nachhaltig beteiligt.

Der alteingesessene Herzogenauracher blieb auch bei seiner Partnerwahl in Herzogenaurach und verheiratete sich mit der vier Jahre jüngeren Kunigunda vom Galgenhof. Seine Schwester war eine Klassenkameradin seiner jetzigen Frau und man kannte sich halt. Allerdings waren die Schulen damals noch getrennt: Kunigunda besuchte die Mädchenschule und Konrad Eitel die Carl-Platz-Schule.

Erst die Sommerkirchweih im Jahr 1970 brachte die beiden zusammen. Nach einem weiteren Jahr am sonnigen 9. Oktober traten sie in der Kirche Sankt Magdalena vor den Traualtar.

Konrad Eitel war einer der politischsten Köpfe im ganzen Landkreis und zu Beginn auch Kreisvorsitzender der Jungen Union. Durch Willy Brandt fand er zu den Sozialdemokraten und kandidierte 1972 als jüngster Kandidat erstmals für den Stadtrat.

Beruflich trug er lange Jahre als Geschäftsführer des ASB Nürnberger Land Verantwortung. Im Stadtrat war Eitel Fraktionsvorsitzender und wurde 1978 in den Kreistag gewählt, wo er von 1978 bis 1988 ebenfalls Fraktionsvorsitzender war. Darüber hinaus leitete er über acht Jahre auch die Geschicke des SPD-Ortvereins. Als dienstältester Stadtrat war er zudem in allen Ausschüssen tätig.

Der ehrenamtliche Einsatz bei den Vereinen war ein weiterer Schwerpunkt seines Engagements. Seine soziale und christliche Einstellung brachte ihn dann auch in die aktive Flüchtlingsbetreuung, für geflüchtete Menschen setzt er sich noch heute ein.

Dem Ehepaar – Eltern von vier Töchtern und Großeltern von drei Enkelkindern – wird es jedenfalls nicht langweilig. Die passionierten Radfahrer sind der katholischen Kirche sehr verbunden.

Kunigunda Eitel steht ihrem Mann in nichts nach und engagiert sich ebenfalls in der Kirche, im Sozialausschuss, der Kleiderkammer und übernimmt auch Geburtstagsbesuche bei den Gemeindemitgliedern.