ERGEBNISSE
Kritik am Verkehrskonzept
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Adelsdorf

Rund ums Thema Verkehr drehte sich die Debatte im Bau- und Umweltausschuss. Zum einen erfuhren die Räte Wissenswertes über das Radwegkonzept. Aber auch das „Gemeindliche Verkehrskonzept“ stand an. Zum Vortrag hierzu gab es hier starke Kritik.

Von der vor einigen Monaten beauftragten Planungsgesellschaft aus München war ein Mitarbeiter nach Adelsdorf gekommen, um die bisherigen Ergebnisse vorzustellen. Primär konzentrierte er sich bei seinen Ausführungen auf das Oberdorf, Seeside und die Schlesierstraße. Für das Oberdorf schlug er Einbahnstraßenregelungen und Diagonalsperren vor, um den Verkehr zu regulieren.

Flexibus-System prüfen

Eine Taktverdichtung nach Forchheim sowie die Prüfung eines Flexibus-Systems schienen ihm eine Lösung für den ÖPNV. Zudem hatte er eine Alternative zur Aischer Straße für die Radler parat: „Ein Steg über die Aisch in Höhe Fischerweg mit Anschluss an die Sportplätze via Reutgraben“.

Bürgermeister Karsten Fischkal zeigte sich nach dem Vortrag konsterniert ob der Dürftigkeit an Informationen. „Ganz ehrlich, das kann doch nicht alles gewesen sein“, machte er seinem Ärger Luft. „Wir zahlen gutes Geld!“ Mit dem bisherigen Gesprächspartner sei man mehrmals zusammengesessen, auch habe dieser von einem Computerprogramm gesprochen, das Verkehrsströme simulieren und verschiedene Szenarien durchspielen könne.

Das, was man aber jetzt auf den Tisch bekommen habe, „ist nicht das, was wir für einen hohen fünfstelligen Betrag bekommen sollten“, ärgerte sich der Bürgermeister. Man habe haben ein Gesamtkonzept angefordert. Eine erneute Kontaktaufnahme wurde beschlossen.

Konzept zum Radverkehr

In puncto Radverkehrskonzept bekam die Gemeinde von der hierfür beauftragten Firma ein ausführliches Dossier über Schwachstellen vorgelegt. Mitarbeiterin Eva Mast ging es unter anderem um die Erfassung und Analyse des Ist-Zustands des Radnetzes, wozu sie einen Prüfbericht vorlegte und Handlungsempfehlungen präsentierte.

„Ich war zwei Tage in Adelsdorf unterwegs und habe mir angeschaut, wo gibt es noch was zu tun“, sagte sie. Ihr Ergebnis: „Wenn man es grob überblickt, sieht es gar nicht schlecht aus in Adelsdorf.“ Jedoch würden 52 Prozent der Radwege im Mischverkehr stattfinden. An unübersichtlichen Stellen empfiehlt die Referentin Markierungen mit Pfeilen als Richtungsweiser.

Eva Mast hatte auch Lob für die Mitarbeit der Gemeinde: „Adelsdorf ist mein positives Beispiel, wenn ich bei kleinen Kommunen bin, die sagen: Das geht nicht.“