Landwirtschaft
Lonnerstadter Räte lehnen Photovoltaikanlage ab
Lonnerstadt

Lonnerstadt —  „Lasst doch die Bauern entscheiden, ob sie Energiebauern werden wollen oder lieber etwas anderes erzeugen!“ In der Gemeinderatssitzung durfte der Eigentümer eines Grundstücks zu Wort kommen. Er möchte auf einer Teilfläche seiner landwirtschaftlich genutzten Fläche südöstlich von Fetzelhofen eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten.

Bodenqualität zu gut

Die Gemeinderäte hielten sich bei der Abstimmung streng an ihre selbst gegebenen Kriterien. Nach diesen Richtlinien dürfen gute landwirtschaftliche Böden nicht für Photovoltaikanlagen genutzt werden. Damit ein Acker für die Energieerzeugung genutzt werden darf, muss er weniger als 40 Bodenpunkte in der Bewertung haben. Das in Frage kommende Grundstück bringt es laut Gemeinde jedoch auf 48 Punkte. Damit ist die Bodenqualität zu gut für die Energieerzeugung.

Der Eigentümer zeigte dafür kaum Verständnis. Nur ein geringer Teil des in Frage kommenden, vier Hektar großen Grundstücks habe Bodenwerte von 46, erklärte er und gab zu bedenken, dass Grund und Boden durch eine Photovoltaikanlage überhaupt nicht belastet werden. Man könne aber auch jede Menge Kunstdünger „draufknallen“, um in der Produktion Höchstergebnisse zu erreichen, hielt er dem Gremium entgegen. Seiner Meinung nach sollte der Kriterienkatalog in Bezug auf die Bodenwerte geändert werden.

Grenzpunkte festlegen

Die Frage „Wo fängt man an, wo hört man auf“, stellte Günter Rost in den Raum. Womit der Zweite Bürgermeister deutlich machte, dass bei Richtlinien jeder Art Grenzpunkte festgesetzt werden müssen.

Die Räte hielten sich – mit einer Ausnahme – an ihren selbst gegebenen Leitfaden und lehnten die Photovoltaikanlage an dieser Stelle ab.