Frauenaurach
Mit bunten Kunstwerken fröhlich in den Frühling
Das Museum im „Amtshausschüpfla“ in Frauenaurach zeigt in seiner Ausstellung die Vielfalt schön gestalteter Ostereier.
Das Museum im „Amtshausschüpfla“ in Frauenaurach zeigt in seiner Ausstellung die Vielfalt schön gestalteter Ostereier.
Foto: Museum im Amtshausschüpfla

Nach fast zweijähriger pandemiebedingter Ausstellungspause lädt das Museum im „Amtshausschüpfla“ zu einer Ostereier-Ausstellung ein.

Zu Beginn der Ausstellung werden die ältesten Motive, vorchristliche Motive, gezeigt, bei denen vor allem Symbole und Ornamente eine Rolle spielen, die der Betrachter oder Beschenkte in alten Zeiten verstand und genau wusste, was sie bedeuten. Diese Symbolsprache ist für uns heute nicht sofort zu verstehen. Die Sammlung des Museums beinhaltet sehr viele Eier mit Symbolsprache. Sie kommen aus Hessen und von den Sorben in Deutschland, hauptsächlich aus Ländern wie Polen, Tschechien, Rumänien, Ungarn, Ukraine und Russland. In diesen Ländern hat sich die alte Symbolsprache auf Eiern bis heute erhalten.

Dem Rundgang folgend, ist eine Gruppe von Eiern zu sehen, auf denen christliche Symbole eine besondere Rolle spielen. In Deutschland sind besonders die Eier aus Oberbayern bekannt. In Europa sind die sogenannten Ikoneneier aus der Ukraine, aus Russland und aus Griechenland bekannt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekam das Bemalen von Ostereiern eine weltliche Richtung. Blumen waren beliebte Motive, wie sie auch auf Porzellangeschirr zu sehen waren. Ab den 1970er Jahren gewann die Bemalung und Gestaltung von Eiern eine neue Beliebtheit. Ausgelöst wurde dieser Trend von dem berühmten Ostereiermarkt in Bern. Ein Markt, der bald große Anziehungskraft für Sammler und Künstler in ganz Europa und auch in den USA hatte.

Sehr bekannter Markt in Erlangen

In Erlangen entstand mit Hilfe des Heimat- und Geschichtsvereins unter der Leitung von Ingeborg Tschakert ab 1982 ebenfalls ein sehr bekannter Ostereiermarkt. Vor allem Miniaturmaler beschäftigten sich mit der Gestaltung von Ostereiern. Die freie Gestaltung brachte viele kleine Kunstwerke hervor, die von Sammlern begehrt und geschätzt waren und ihren entsprechenden Preis hatten. Viele Liebhaber haben in dieser Zeit das Sammeln von besonders gut gestalteten Ostereiern begonnen. Es waren meist keine Eier für die Osterdekoration, sondern gute Stücke einer besonderen Kunstsammlung.

Im Laufe der Jahre ließ das Interesse wieder nach und die Ostereiermärkte wurden seltener. Das Museum im „Amtshausschüpfla“ erinnert an die Tradition der Ostereiermärkte und zeigt die Vielfalt schön gestalteter Ostereier. Für die diesjährige Ausstellung hat das Team um Museumsleiterin Jutta Triantafyllidis besonders farbenprächtige Ostereier aus der Sammlung ausgewählt.

Die ausstellenden Künstler sind Elisabeth Walter (gestickte Eier), Jutta Triantafyllidis-Grimm (Blumen, Häuser, Ornamente) und Alevtina Goncherenko (Ikoneneier). Besucher können aus einer Auswahl ein gestaltetes Ei erwerben.

Die Ausstellung ist am 13., 20. und 27. März von 13 bis 17 Uhr geöffnet (siehe auch www.museum-schuepfla.de). Die FFP2-Maske ist Pflicht, ansonsten gelten die tagesaktuellen Corona-Regelungen nach der an den Öffnungstagen gültigen Verordnung. red