Berufsberatung
Nach dem Abi in die Pflege
Pflegeexpertin Tina Pommer begrüßt die Schüler.
Pflegeexpertin Tina Pommer begrüßt die Schüler.
Fachklinik
Herzogenaurach

Studium oder Ausbildung? Diese Frage stellen sich jedes Jahr Tausende Abiturienten. Aber muss man sich eigentlich entscheiden? Geht nicht vielleicht beides? Zehn Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Herzogenaurach haben mit Hilfe der Pflegeexpertinnen Bettina Honeiser und Tina Pommer aus der M&I-Fachklinik Herzogenaurach eine szenische Berufsberatung in der Aula der Schule aufgeführt.

In mehreren gespielten Sequenzen und Interviews zeigten sie die Arbeit von Pflegenden auf und informierten über die Karrieremöglichkeiten des Pflegeberufs. Das Ergebnis: Pflege ist auch für Gymnasiasten eine spannende Berufswahl.

„Nach meinem Abitur und der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin habe ich mich bewusst für den Berufsweg in der Rehabilitationspflege entschieden, da ich Menschen auf ihrem Genesungsweg begleiten wollte. Langfristig und nicht nur kurz, wie das in einem Akut-Krankenhaus der Fall ist. Ich begleite unsere Patienten bis zu ihrem Weg nach Hause – im besten Fall gesund und munter“, berichtete Tina Pommer, Stationsleiterin der Fachklinik Herzogenaurach und studierte Pflegewissenschaftlerin.

Die Pflegedienstleiterin der Fachklinik, Bettina Honeiser, ergänzte, dass der Beruf jede Menge Entwicklungschancen biete, von einem Studium der Pflegewissenschaft über Pflegepädagogik bis hin zum Pflegemanagement. „Es besteht die Möglichkeit, nach einem Studium der Pflegewissenschaft einen anderen Blick auf die Pflege zu werfen. Man kann die evidenzbasierte Pflege forcieren, wissenschaftliche Projekte begleiten, an Pflegestandards mitarbeiten, Pflegeteams führen und so vieles mehr“, erklärte Tina Pommer. Neben den Erfahrungsberichten und Interviews standen die Schüler auch selbst auf der Bühne. In mehreren Szenen spielten die Gymnasiaten Alltagsgeschichten und andere teilweise berührende Momente aus der Pflege nach und verdeutlichten so, wie wichtig der Beruf ist – aber eben auch, dass Pflege für Abiturienten eine Berufswahl sein kann. So erzählte eine Szene von einem Patienten, dessen Bein amputiert wurde, welche Sorgen und Ängste er hat. Die jungen Schauspieler klärten die Zuschauer über den Behandlungs- und Rehabilitationsweg auf und welche wichtige Rolle Pflegefachkräfte dabei spielten. red

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