Höchstadt a. d. Aisch
Rock-Musik und lautes Lachen
„Atze Bauer und die Band mit Witz“ präsentieren am Freitag ihre neue Single „Ich bin so krank“.
„Atze Bauer und die Band mit Witz“ präsentieren am Freitag ihre neue Single „Ich bin so krank“.
Foto: Claudia Ritter

Bislang waren „Atze Bauer und die Band mit Witz“ vor allem für ihre lustigen Gute-Laune-Songs bekannt. Mitreißende Rock-Musik kombiniert mit humorvollen Einfällen stellte das Markenzeichen dar.

Oder wie es das Höchstadter Trio in seinem Band-Motto prägnant zusammenfasst: „Rock 'n' LOL“ – was übersetzt so viel bedeutet wie „Rock-Musik und lautes Lachen“.

Dass „Atze Bauer und die Band mit Witz“ auch einen ordentlichen Schuss schwarzen Humors besitzen, beweisen sie mit ihrer neuen Single „Ich bin so krank“, die am Freitag ihren offiziellen Release feiert.

In dem fast dreiminütigen Song wird der musikalische Protagonist von allerlei Zipperlein geplagt. Sein Kopf pocht, die Augen sind rot. Doch sein Arzt zeigt nur wenig Verständnis. „Davon gehst du doch nicht tot“, lautet die lapidare Antwort des Mediziners. Derartige Aussagen gefallen dem Patienten natürlich überhaupt nicht. Und so besingt er im Refrain sein Leiden auf dramatische Weise.

Lied endet mit einem Knall

„Ich bin so krank, so elend krank, ich liebe meinen Pillenschrank und niemand glaubt mir meine Leiden, doch ich merk’s genau, ich muss bald sterben.“ Im Verlauf des Lieds verschlechtert sich das Arzt-Patienten-Verhältnis zusehends und endet im wahrsten Sinn mit einem Knall.

Die Folge: Dem Patienten geht es plötzlich gut, während der Arzt das Zeitliche segnet. Thematisch nehmen „Atze Bauer und die Band mit Witz“ ihre Zuhörer auf eine musikalische Reise mit, die immer wieder überraschende Wendungen bietet und zwischen Hypochondrie, Verrücktheit und der Bedeutung der Wahrnehmung für das selbstempfundene Leiden wechselt.

Der Humor ist mitunter tiefschwarz und ein wirkliches Happy End gibt es nicht. Das Spannende ist, dass die Bewertung von „Ich bin so krank“ bei jedem Zuhörer und jeder Zuhörerin unterschiedlich ausfallen dürfte. So spielt das Lied geschickt mit der Erwartungshaltung des Publikums und lässt genügend Raum für die eigene Interpretation der Inhalte und des Gehörten.

Oder wie es der amerikanische Schriftsteller Ambrose Bierce einst formulierte: „Alle sind Irre. Aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt.“ In diesem Sinne ist „Ich bin so krank“ dann fast schon ein philosophisches Lied.

Ursprünglich wurde der Song von Comedian und Band-Leader Atze Bauer für ein früheres Solo-Programm geschrieben, nun aber hat ihn die Band neu arrangiert und eingespielt.

Selbstironie und Wünsche des Publikums

Zusätzlich präsentieren Liederlacher Atze Bauer, Jerry Röschmann am Bass und Eric Obst am Schlagzeug zu ihrer neuen Single „Ich bin so krank“ auch noch eine „B-Seite“. Die beinhaltet eine Live-Version des selbstironischen Songs „Was gescheids“, in der die Band ihren Frust über Liederwünsche aus dem Publikum – von „Sweet Home Alabama“ bis „Marmor, Stein und Eisen bricht“ – besingt. So fordern die Zuhörer in der über fünfminütigen Live-Version mit kräftigem Mitsingen, dass halt mal „Was gescheids“ gespielt werden soll.

Der offizielle Release-Termin für die neue Single „Ich bin so krank“ von „Atze Bauer und die Band mit Witz“ ist am Freitag, 29. Juli. Begleitet wird die Veröffentlichung von einer Verlosungsaktion. So wird zehn Tage lang jeden Tag ein Band-T-Shirt verlost.

Alle Infos dazu gibt es auf der ebenfalls neuen Facebook-Seite der Band unter facebook.com/Band-mit-Witz-102674939162905. red