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Schweizer Retter zur Ausbildung in Heroldsberg
Die Ausbilder und Praktikanten
Die Ausbilder und Praktikanten
Foto: BRK Erlangen-Höchstadt
Heroldsberg – Der Furka-Basistunnel mit 15,4 Kilometern Länge verbindet die Schweizer Kantone Wallis und Uri. Seit Januar 2022 wird der Tunnel erstmals durch eine...

Der Furka-Basistunnel mit 15,4 Kilometern Länge verbindet die Schweizer Kantone Wallis und Uri. Seit Januar 2022 wird der Tunnel erstmals durch eine professionelle Tunnelrettung der Matterhorn-Gotthard-Bahn abgedeckt. Der Rettungsdienst Furka-Tunnel schaffte für diesen Zweck einen speziell angefertigten Lösch und Rettungszug an.

Insgesamt zehn Feuerwehrler, Rettungsdienstler und Lokführer stellen eine Absicherung des Autoverlade- und des Personen-Zugverkehrs im Tunnel sicher. Zur rettungsdienstlichen Ausbildung der Schweizer Kollegen entwickelten Mitarbeiter des BRK Erlangen-Höchstadt ein Unterrichtsformat in Theorie und Praxis zur nachhaltigen Vermittlung von medizinischen Grundlagen, traumatologischem Wissen und fachspezifischen Kompetenzen.

Gemeinsam mit seinem medizinischen Leiter David Arnold verbrachte der erste Teilnehmer Roland Guntern insgesamt acht Tage beim BRK Erlangen Höchstadt.

In den ersten zwei Tagen wurde dem Schweizer Kollegen durch vier Dozenten des KVs umfassendes theoretisches Fachwissen vermittelt. Der Schwerpunkt hierbei lag auf den tunnelspezifischen Anforderungen und Erschwernissen.

Fünftägiges Praktikum

Der praktische Teil umfasste ein fünftägiges Praktikum auf dem RTW der Rettungswache Heroldsberg zur Anwendung und Vertiefung der erlernten Skills. Hierbei führten David Arnold und Lars König den Schweizer Kollegen durch diverse Einsätze und unterwiesen sie in den Grundlagen der rettungsdienstlichen Patientenversorgung.

Mit Roland Guntern wurde der erste Mitarbeiter des Rettungsdienstes Furka-Tunnel auf die zukünftigen medizinischen Aufgaben vorbereitet.

Der Rettungsdienst Furka-Tunnel dankte dem BRK Erlangen-Höchstadt für die gute und professionelle Betreuung und freut sich auf weitere Zusammenarbeit.

David Arnold, Lars König

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