Herzogenaurach
Staunen über die vielen Spenden
Stellvertretend für die Schulfamilie waren die Schülersprecher, einige Schülerinnen aus Klasse 9 sowie einige Viertklässler bei der Spendenübergabe mit Elke Bollmann und Helga Kirsch (2. und 3. hinten links) dabei.
Stellvertretend für die Schulfamilie waren die Schülersprecher, einige Schülerinnen aus Klasse 9 sowie einige Viertklässler bei der Spendenübergabe mit Elke Bollmann und Helga Kirsch (2. und 3. hinten links) dabei.
Foto: Liebfrauenhausschule

Elke Bollmann, die Einrichtungsleiterin der Tafel Erlangen, und Helga Kirsch, Leiterin der Tafel Herzogenaurach, staunten nicht schlecht, als sie kürzlich in die Liebfrauenhausschule kamen, um die Spenden der jährlichen Weihnachtsaktion abzuholen: Mehr als sechs große Kisten voll mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln hatten die Schülerinnen und Schüler innerhalb von nicht einmal zwei Wochen gesammelt.

Auch überreichten die Jugendlichen und Religionslehrkraft Yvonne Schreiber den beiden Tafel-Vertreterinnen eine Geldspende von über 200 Euro. Zusätzlich hatten die 9. Klassen in ihrem Übungsprojekt im Fach „Ernährung/Soziales“ bei Michaela Eibert Marmeladen und Plätzchen hergestellt, die ebenfalls an die Tafel übergeben wurden.

Anstelle des Weihnachtsmarktes

Da der Herzogenauracher Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, spendeten die Schüler ihre Produkte kurzerhand. „Auf Selbstgemachtes freuen sich bei uns immer alle, und das ist immer das Erste, was weg ist“, berichtete Elke Bollmann. Normalerweise verkaufen die 9. Klassen selbst gefertigte Produkte beim Herzogenauracher Weihnachtsmarkt und spenden den Erlös für das Kinderheim St. Clare in Uganda.

Dort fördert der Träger der Liebfrauenhausschule, das Seraphische Liebeswerk (SLW), eine Schule und Ausbildungsstätten mit Internat. Mit den Spenden unterstützt das Liebfrauenhaus zwei Jugendliche dieser Einrichtung. Durch den Spendenaufruf konnten knapp 200 Euro für das Afrikaprojekt gesammelt werden.

Das Liebfrauenhaus Herzogenaurach ist eine komplexe Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit pädagogischen Angeboten im Bereich der offenen und gebundenen Ganztagesschule und Hort, teilstationären und stationären sozial- und heilpädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche, eng vernetzt mit der privaten Grund- und Mittelschule.

Die Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting besteht seit 1889. Sie betreibt an acht Standorten in Bayern Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Kindertagesstätten sowie fünf staatlich anerkannte Grund- und Mittelschulen, davon zwei Förderzentren für emotionale und soziale Entwicklung. Am Standort Altötting unterhält die Stiftung zudem ein Exerzitien- und Tagungshaus mit angeschlossenem Jugendgästehaus. red