Brauchtum
Untermembacher Burschen wuchten den Baum hoch
Die Kirchweihburschen heben mit vereinter Kraft den Baum in die Senkrechte.
Die Kirchweihburschen heben mit vereinter Kraft den Baum in die Senkrechte.
Foto: Manfred Welker
Untermembach

Ein durchwachsenes Wetter hatte Petrus für die Untermembacher und ihre Kerwa parat. Ein Baum mit 24,5 Metern zeigt deutlich, dass hier Kerwa gefeiert wird, in diesem Jahr die 36. Kerwa der Neuzeit. Am Freitag sorgte „Dochrinna“, die Partyband aus Franken, für ein volles Zelt. Am Samstagnachmittag zogen die Ortsburschen mit drei geschmückten Wagen und einem weiteren Traktor zum Baumholen in den Wald. Das Ziel war der Staatswald zwischen Untermembach und Kosbach.

Peter Schickert zog mit einem Deutz den Wagen für die Kinder routiniert in den Wald und wieder zurück. Weitere Wagen, gesteuert von Klaus Denk, nahmen die Musikkapelle und die Helfer auf. Im Wald war der richtige Baum schon gewählt worden. Mit 24,5 Metern und einer schönen Krone ist er ein passendes Kerwaszeichen für Untermembach. Hans Geinzer fällte ihn und Franz Singer hatte die Ehre, das Schmuckstück mit seinem Fendt Dieselross mit dem Kennzeichen, Baujahr 1958, aus dem Wald abzutransportieren. Diverse Umwege und ein technischer Stopp führten dazu, dass erst gegen 16.30 Uhr das Aufstellen des Kirchweihbaumes durch die 19 Ortsburschen stattfinden konnte.

Mit vereinter Kraft

Das Prachtexemplar wurde noch mit Fahnen und Bändern in den fränkischen Farben rot und weiß geschmückt. Das Kommando hatte in bewährter Weise Werner Gumbert übernommen. Mit vereinten Kräften der Kirchweihburschen und Unterstützung einiger älterer Semester wurde der Baum mit Hilfe von vier Schwalbenpaaren in die Senkrechte gebracht. maw