Wiesentheid
Auch stille Helden sollen geehrt werden
Nicht nur die erfolgreichen Sportler und Sportlerinnen, wie hier im Bild 2020, sollen in Zukunft in Wiesentheid jährlich gehrt werden. Der Kulturausschuss der Gemeinde will auch die Ehrenamtlichen würdigen.
Nicht nur die erfolgreichen Sportler und Sportlerinnen, wie hier im Bild 2020, sollen in Zukunft in Wiesentheid jährlich gehrt werden. Der Kulturausschuss der Gemeinde will auch die Ehrenamtlichen würdigen.
Foto: Andreas Stöckinger
Das erstmalige Aufstellen des Wiesentheider Kirchweihbaumes am Marienplatz kam gut an.
Das erstmalige Aufstellen des Wiesentheider Kirchweihbaumes am Marienplatz kam gut an.
Foto: Andras Stöckinger
Wiesentheid – Der Markt Wiesentheid will in Zukunft die Menschen würdigen, die sich seit Jahren oder Jahrzehnten in Vereinen und Organisationen ehrenamtlich besonders engagieren. Dazu möchte man auch so genannte stille Helden auszeichnen, die sich auch außerhalb von Vereinen für ihre Mitmenschen einsetzen und ihnen helfen. In der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses der Gemeinde wurden nun die Rahmenbedingungen abgesteckt, sowie über mögliche Kriterien gesprochen.

Bei den in Vereinen und Organisationen Tätigen will man pro Jahr etwa drei Personen herausstellen, die sich seit mindestens fünf Jahren engagieren. Das Vorschlagsrecht haben die Vereine und Gruppierungen, die Gemeinde wählt die jeweiligen Preisträger aus, hielt Ausschussvorsitzender Wolfgang Stöcker als ein Ergebnis fest. Für Jugendliche, die vorbildlich im Ehrenamt tätig sind, wurde ein eigener Sonderpreis ausgelotet.

Als Preise soll es Gutscheine geben

Gemeinderat Harald Rößner gab zu bedenken, dass man "ein Riesen-Potenzial" an Personen im Markt habe, weil es bisher diese Würdigungen nicht gab. Im ersten Jahr solle man den Rahmen größer fassen, schlug deshalb Helma Schug vor. Als Preise sollte es Gutscheine geben; die Verleihung in die jährliche Sportlerehrung eingefügt werden.

Außerdem wurde in der Sitzung über die Mieten für gemeindeeigene Veranstaltungsräume gesprochen. Tenor war, dass man die Preise für alle Einrichtungen anheben wird, um so den steigenden Nebenkosten Rechnung zu tragen. Gerade bei kleineren Kulturveranstaltungen sollte die Miete nicht zu teuer werden, riet Ratsmitglied Georg Stürmer. Sonst bestehe die Gefahr, "dass uns kulturell vielleicht einiges verloren geht."

Künftig ist die Marktgemeinde auch für das Pfarrheim zuständig, das sie der Kirche abgekauft hat. Auch hier wurden die Mieten angepasst, je nachdem welche Extras mit gebucht werden (Küche oder Geschirr). Festgelegt wurde, dass künftig bei allen Einrichtungen eine Kaution im Voraus zu hinterlegen ist.

Bei der Nachbesprechung der Kirchweih wurden im Ausschuss positive, wie negative Punkte angesprochen. Gut angekommen sei unter anderem das erstmalige Aufstellen des Baumes am Marienplatz. "Wir sind froh, dass überhaupt wieder etwas gelaufen ist", meinte Ausschuss-Vorsitzender Wolfgang Stöcker.

Außerdem gab Tourismusreferentin Laura Kreßmann bekannt, dass kommendes Jahr ein Kunsthandwerkermarkt in Wiesentheid geplant ist. Für das Wochenende 1. und 2. Juli, liege die Anfrage eines kommerziellen Veranstalters vor.  Als Ort wurde der Bereich Schlossplatz/Mauritiuskirche ins Auge gefasst. Örtliche Vereine und Gastronomen sollen den Bereich Verpflegung übernehmen.