Repperndorf
Bürgerversammlung in Repperndorf: Private Stege und Ablagerungen am Mühlbach müssen verschwinden
An einem öffentlichen Steg über den Mühlbach wurde auch der Bewuchs an den Böschungen erkennbar und von Teilnehmenden moniert.
Foto: Gerhard Bauer
Repperndorf – Die Stadt Kitzingen wird gegen ungenehmigte Brückenbauten und wilde Ablagerungen von Holzvorräten, Kieshaufen und Grünabfällen entlang des Repperndorfer Mühlbaches vorgehen. Diese Ankündigung hatten Oberbürgermeister Stefan Güntner und Michael Schwarzer vom Tiefbauamt zum Auftakt der Bürgerversammlung im Stadtteil im Gepäck.

Während des Dorfrundgangs machte Schwarzer am Bachlauf unterhalb der Straßenbrücke deutlich, dass im Hochwasserschutzgebiet Überschwemmungen zwar wenig wahrscheinlich seien, dennoch aber nach Erkenntnis des Wasserwirtschaftsamtes ein erhebliches Gefährdungspotenzial gegeben sei. Güntner räumte ein, dass ein solches Hochwasser nur alle 50 Jahre vorkomme, aber wenn doch, müsse es möglichst ungehindert ablaufen können.

Alter  Christbaum liegt im Bach

Die Frage nach dem Einzugsbereich des Baches gab Schwarzer ein Gebiet bis jenseits der Autobahn an. Beteiligte regten eine gründlichere Reinigung des Bachlaufes an, angesichts eines dort liegenden alten Christbaumes ein berechtigter Wunsch, wie die Versammlung fand. Am Ende des Kugelspielweges werden Parkmöglichkeiten mit Wendemöglichkeit gewünscht, dieser Anregung will die Stadt nachgehen.

Die rund 30 Teilnehmenden erfuhren, dass an der Einmündung der Straße Am Seelein eine Zackenlinie Parken zukünftig unterbinden soll. Güntner kündigte zudem Verkehrsüberwachung auch außerhalb der Amtszeiten an.

Aus dem Vorjahr bestand die Frage nach einem neuen Häckselplatz. Ein vorgesehenes Grundstück erwies sich aber als ungeeignet. Nun bat Stefan Güntner erneut um Vorschläge aus der Bevölkerung für ein nicht prominent gelegenes, nicht einsehbares Grundstück, das nicht zu nahe am Bach liegt und abseits der Wohnbebauung angefahren werden kann.

Straßenlampen werden testweise nachts abgeschaltet

Gleichzeitig kündigte er den vorgesehenen Verkauf des alten Rathauses an. Vereine gaben jedoch zu bedenken, dass dort Vereinsmaterial eingelagert sei, für das dann eine andere Lösung gefunden werden müsse.

In einer Umfrage sprachen sich fast alle Teilnehmenden für eine Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung zwischen 0 Uhr und 4 Uhr aus. Zunächst ist eine Testphase vorgesehen. Der gewünschten Nachtabschaltung der Verkehrsampeln konnte der OB aus Verkehrssicherheitsgründen nicht entsprechen.

Weitere Themen der Bürgerversammlung

- Die Amtstafel an der Alten Reichsstraße soll vor die Kirchenmauer verlegt und ihr Zugang so gestaltet werden, dass gleichzeitig ein Hydrant nicht mehr zugeparkt werden kann.

- Der noch vorhandene Dorfbrunnen wird geschlossen.

- Die Friedwiese auf dem Dorffriedhof soll auch mit Rollatoren begehbar gemacht und Friedhofswege wegen Stolperfallen überarbeitet werden.

- Für die gegenüber dem Friedhof stehenden Glascontainer soll ein anderer Standort gefunden werden.