Kleinlangheim
Die Freiflächen-Photovoltaikanlage an der A3 bei Kleinlangheim ist auf dem Weg
Neben der Autobahn bei Kleinlangheim soll (wie hier auf einem Vergleichsbild) eine große Photovoltaik errichtet werden.
Foto: Marcus Brandt, dpa
Kleinlangheim – Für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für die Freiflächen-Photovoltaikanlage südlich der Autobahn 3 "Rumpelswasen" hat der Kleinlangheimer Marktgemeinderat jetzt die Weichen gestellt. 29 Träger öffentlicher Belange waren dafür angeschrieben worden, 15 hatten geantwortet, wie Bürgermeisterin Gerlinde Stier berichtete. In acht Fällen waren Hinweise erfolgt, die der Gemeinderat abzuwägen hatte. Dies geschah jeweils mit einer Mehrheit von neun gegen zwei Stimmen.

Die Regierung von Oberfranken verwies auf die Erlaubnis von Bohrungen bis zu einer Tiefe von 90 Metern und das Amt für Landwirtschaft auf die erneute Nutzung als Ackerland nach Laufzeitende der Anlage. Nicht möglich ist als Ausgleichsfläche eine agro-ökologische Blühfläche anstelle einer Hecke, wie das Amt weiter ausführt. Die Untere Naturschutzbehörde im Kitzinger Landratsamt machte auf Schutzmaßnahmen für Zauneidechse und Feldlerche aufmerksam, zu denen das bedarfsgerechte Mähen und ein Schutzzaun gehören. Um die Maßnahmen zum Schutz der Tierwelt muss sich der Betreiber kümmern, wie in der Stellungnahme zu lesen ist. Nachdem der Gemeinderat die Stellungnahmen behandelt und abgewogen hat, ist nun die Regierung von Unterfranken am Zug.

Die Straßenbeleuchtung wird nachts zeitweise abgeschaltet

In der Sitzung zuvor hatte sich die Ratsrunde für die Abschaltung der nächtlichen Straßenbeleuchtung (Ausnahme Bahnhofstraße) von 0.30 bis 4.30 Uhr entschieden. Im Oktober soll die Aktion starten. Nach Aussage der Bürgermeisterin gibt es Lieferprobleme mit den Steuergeräten. Zu dem Beschluss, die Straßenlampen in der Bahnhofstraße nachts weiter brennen zu lassen, komme aber der Umstand, dass Kleinlangheim in vier Versorgungsbereiche eingeteilt sei und der Altort deshalb komplett beleuchtet bleibe, wenn das Licht an sei.

Die Mehrheit von acht gegen drei entschied sich schließlich dafür, in die Abschaltung der Laternen in der genannten Zeit auch die Bahnhofstraße inklusive des Baustellenbereichs einzubeziehen. Nicht teilnehmen wird Kleinlangheim am Welttag zur Lichtverschmutzung, war sich die Ratsrunde einig.

Zwei Straßenbäume sind in Atzhausen eingegangen. Sie sollen nun ersetzt werden, was die Gemeinde rund 1400 Euro (inklusive des Austauschs der Erde) kosten dürfte. Die Raiba-Stiftung würde sich mit einer Spende von 1000 Euro beteiligen, freute sich die Bürgermeisterin. Sie hatte sich von einem Landschaftsgärtner beraten lassen, der Ulmen anstelle von Linden vorschlug. Olaf Gärtner sprach sich für kleinere Exemplare aus, da bei diesen die Chance zum Anwachsen größer sei. Die Ersatzpflanzung wurde einstimmig befürwortet.

Zustände beim WC hinter dem Rathaus sind eine "Zumutung"

Präsentiert wurden Bilder des öffentlichen WCs hinter dem Rathaus, das die Bürgermeisterin als "Zumutung" bezeichnete. Sie berichtete, dass der Heizstrahler zum dritten Mal herausgerissen worden sei, und sagte: "So kann es nicht weitergehen!" Vorgeschlagen wurde, den Schlüssel zur Toilette in der Bäckerei zu deponieren oder den Bereich per Video überwachen zu lassen. Eine Entscheidung traf der Gemeinderat noch nicht.

Julia Rönninger stellte sich in der Sitzung vor, sie wird Mitarbeiterin im Rathaus ab 1. Oktober. "Der Status quo von annodazumal wird wieder hergestellt", meinte die Bürgermeisterin dazu. Es kommt noch ein Antrag, dass der Posten von der VG übernommen wird, sagte sie zu den Anfragen aus dem Rat.

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