Kitzingen
Die "neuen Talente" des Kitzinger Unternehmens Leoni sammeln 3000 Euro für krebskranke Kinder in Würzburg
Bei der Spendenübergabe (von links): Student Lukas Höhlriegel, Betreuer Duales Studium Stefan Kirchner, Karl-Heinz Elflein vom Verein Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V., Student Marcel Solick, Betreuerin Ausbildung Nadine Koch und Standortleiter Michael Detert.
Foto: Tabea Goppelt
Kitzingen – Junge Köpfe bringen frische Ideen ins Arbeitsleben. Das zeigt sich am Beispiel einer Junior-Firma aus Kitzingen: Duale Studenten organisierten eine Spendenaktion in ihrem Unternehmen.

Betroffene Eltern riefen den Verein ins Leben, nun unterstützen ihn aufmerksame junge Menschen: erhielt 3000 Euro von der "New Talent Company". So heißt die Junior-Firma der Leoni Bordnetz-Systeme GmbH in Kitzingen. Auszubildende und Dual Studierende dürfen auf diese Weise üben, ein eigenes Unternehmen zu führen. 

Das Ziel: Die Überlebensrate der Kinder verbessern

"Wir sind auf Engagement, so wie Sie das machen, angewiesen", sagt Karl-Heinz Elflein von der Elterninitiative, der die Spende entgegennahm. Der Verein will konkret den Aufenthalt der Familien im Uniklinikum verbessern, setzt sich für mehr Arztstellen, Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern oder Austauschmöglichkeiten Betroffener ein. Außerdem fließe ein Teil der Spendengelder in die Forschung: "Das Ziel muss sein, dass man die Überlebensrate verbessert", sagt Elflein, der selbst betroffener Vater war. 

Die Dualen Studenten Marcel Solick und Lukas Höhlriegel teilen sich die Geschäftsführung der New Talent Company und waren Ideengeber für das Projekt. Solick kam jüngst für eine Stammzellenspende infrage und hörte vom Verein Elterninitiative Regenbogen bei einem Fußballspiel in Abtswind. Um Spenden zu sammeln, verteilten die Studenten Flyer im Unternehmen, schrieben E-Mails und bauten Stände in der Kantine auf. Spendenanreiz war Unternehmenskleidung, die im Gegenzug verteilt wurde. Ein Teil des Geldes stammt also direkt von Mitarbeitenden, den Rest legte das Unternehmen Leoni drauf. 

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