Sommerach
Die Pro-Kopf-Verschuldung in Sommerach bleibt hoch
Eines der großen Bauprojekte für 2023 ist die Baumaßnahme im St. Urban, die jetzt gestartet ist.
Eines der großen Bauprojekte für 2023 ist die Baumaßnahme im St. Urban, die jetzt gestartet ist.
Martina Geerdes
Sommerach – "Wir können zuversichtlich ins neue Jahr starten. Der Haushalt für das kommende Jahr wurde zwar mit spitzer Feder geschrieben, ist aber gut umsetzbar und solide, betonte Bürgermeisterin Elisabeth Drescher in der jüngsten Gemeinderatsitzung im Sommeracher Rathaus im Rahmen der Vorberatungen für den Haushalt 2023 und die mittelfristige Finanzierungsplanung bis 2026. Zusammen mit Kämmerin Christina Gehring wurden die einzelnen Haushaltsstellen ins Auge gefasste und anstehende Investitionen besprochen.

Das Gesamtvolumen des Haushaltes der Winzergemeinde beträgt gut 6,5 Millionen Euro. Davon fließen rund 3,4 Millionen Euro in den Verwaltungshaushalt. Gut drei Millionen Euro sind für Investitionen geplant. Die "großen Brocken" sind hier laut Bürgermeisterin die Großprojekte Quartier Winzerstraße (1,2 Millionen Euro), die Umgestaltung des St. Urban Weges (knapp 900.000 Euro) sowie die Planung der Neugestaltung der Häckergasse (40.000 Euro) in einem Teilbereich.

Außerdem investiert die Gemeinde in den Bauhof und plant die Anschaffung einer neuen Kehrmaschine für 140.000 Euro. Für den Kindergarten sind 50.000 Euro für eine energetische Sanierung des Altbaus und Krippenmöbel vorgesehen. Für die Grundschule wurden Vorplanungskosten für die Schulkindbetreuung einkalkuliert, die ab 2026 für Kinder der 1. Klasse garantiert werden muss. Die ursprünglich geplante Anschaffung eines Feuerwehrautos verschiebt sich auf das Jahr 2024, da das Ausschreibungsverfahren noch läuft.

Neubaugebiet verursacht hohe Schuldenlast

Unverändert hoch bleibt die Pro-Kopf-Verschuldung in der Winzergemeinde mit 1932 Euro (Vorjahr 1880 Euro), was vor allem mit der Abwicklung des Neubaugebiets zusammenhängt, erklärte die Kämmerin. Die Gemeinde hat seinerzeit die gesamte Baufläche erworben. "Sobald es zu einer Teilveräußerung der Grundstücke im zweiten Bauabschnitt kommt, sinkt die Verschuldung in den Folgejahren wieder deutlich", erläuterte sie. "Außerdem schafft die Gemeinde durch Investitionen in die Infrastruktur, Häuser, Bauhof und Feuerwehr viel Vermögen", sagte die Kämmerin. Dennoch kommt die Gemeinde um eine Kreditaufnahme von 475.000 Euro nicht herum.

Zum Abschluss der Haushaltsberatung stellte Bürgermeisterin Elisabeth Drescher nochmals klar, dass sich die Gemeinde für kommendes Jahr einiges vorgenommen hat, aber die anstehenden Investitionen notwendig sind, um die Dorfstrukturen zu stärken.