Kitzingen
Ein gewinnbringender Fortbildungstag
Schulrektorin Andrea Lorey (Mitte) mit den beiden Referenten Sven und Evi Schöllmann.
Schulrektorin Andrea Lorey (Mitte) mit den beiden Referenten Sven und Evi Schöllmann.
Foto: Barbara Schiller
Kitzingen – Am Mittwoch, 16. November, fand für die Lehrerinnen und Lehrer der St. Hedwig Grundschule Kitzingen ein Seminar zur gewaltfreien Kommunikation statt. "Ein gewinnbringender Fortbildungstag", bilanziert Rektorin Andrea Lorey und dankt dem Inner-Wheel Club und dem Rotary- Club Kitzingen, die den Lehrkräften der Grundschule diese Fortbildungsveranstaltung durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht haben.

"In der Pause hat mich Lisa nicht mitspielen lassen!" – "Paul nimmt mir immer den Fußball weg!" Unzählige solcher Streitigkeiten unter Kindern begleiten die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern tagtäglich. Den Kleinen ist es ein Bedürfnis, in ihrer Sorge wahrgenommen zu werden, die Erwachsenen wünschen sich, dass sich der Streit schnell lösen lässt. So einfach dies auf den ersten Blick zu sein scheint, so komplex gestaltet sich dies im Einzelfall. Die Gewaltfreie Kommunikation bietet Möglichkeiten und Strategien an, Konflikte "anders" anzugehen, um sie zu verstehen und zu lösen.

Unter der Leitung des Ehepaares Evi und Sven Schöllmann, das sich auf den Umgang mit gewaltfreier Kommunikation spezialisiert hat, ließ sich das Kollegium der Grundschule St. Hedwig einführen in Möglichkeiten, mittels Gewaltfreier Kommunikation Konflikte in Unterricht und Schule neu zu denken. Ausgangspunkt sind bei all diesen Überlegungen die Gefühle und Bedürfnisse der am jeweiligen Konflikt Beteiligten bzw. der Kommunizierenden generell. Denn die gewaltfreie Kommunikation bietet nicht nur effektive Werkzeuge für Konfliktlösungen, sondern sie macht bewusst, dass die Kommunikation mit anderen, sei sie nun konfliktbehaftet oder nicht, von Verständnis für die anderen und für sich getragen sein sollte. So entsteht eine gesunde Basis, um auch in schwierigen Situationen gesprächsbereit zu bleiben, um nach Lösungen zu suchen, die beiden Parteien gerecht werden. Die gewaltfreie Kommunikation hat es sich zum Ziel gesetzt, Auseinandersetzungen so zu bearbeiten, dass die Konfliktparteien lernen, ihre Gefühle und Bedürfnisse zu entdecken, die sich hinter dem eigentlichen Konflikt verbergen, um verantwortungsvoll mit sich und dem Gegenüber umzugehen.

Von: Almut Drummer (Lehrerin, St. Hedwig Grundschule, Kitzingen)

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