Iphofen
Entwässerung wird zum neuen Jahr deutlich teurer
Die Kleinkläranlage in Birklingen kann bei wenig mehr als 50 Einwohnern nicht kostendeckend betrieben werden.
Die Kleinkläranlage in Birklingen kann bei wenig mehr als 50 Einwohnern nicht kostendeckend betrieben werden.
Gerhard Bauer
Iphofen – Der Stadtrat Iphofen stimmte der Gebührenerhöhung zu.

In der letzten Sitzung des Stadtrates 2022 warteten Iphofens Bürgermeister Dieter Lenzer und die Verwaltung mit zahlreichen Tagesordnungspunkten auf. So ließ Lenzer wissen, dass die Bauarbeiten am Baugebiet Ost IV begonnen haben und dabei archäologische Funde aufgetaucht seien, die nun ordnungsgemäß geborgen werden. Deren Bergung soll einen möglichst geringen Zeitverzug auslösen.

Eine gute Nachricht hatte Lenzer zum Baugebiet Adelsberg im Stadtteil Hellmitzheim im Gepäck. Nach neuesten Erkenntnissen könnte die Lage weniger dramatisch sein als angenommen und sich doch noch Bebauungsmöglichkeiten ergeben. Die Erkundung werde daher fortgesetzt.

Der Stadtrat stimmte der Erhöhung von Entwässerungsgebühren zu – sicher nicht zur Freude in der Bevölkerung, wie Lenzer einräumte. Zum 1. Januar steigt die Gebühr in den Stadtteilen Birklingen und Possenheim von derzeit 3,10 Euro/m³ auf 3,80 Euro/m³. In der Abwassergruppe Mönchsondheim - angeschlossen sind Dornheim, Hellmitzheim, Mönchsondheim und Nenzenheim - wird die Gebühr von derzeit 2,50 Euro/m³ auf dann 3,35 Euro/m³ angehoben. Ein kostendeckender Betrieb der Kläranlagen ist zwar vorgeschrieben, bei kleinen Dörfern aber nicht erreichbar, die Kostendeckung muss daher über Steuermittel erfolgen.

6900 Euro an Spenden im Jahr 2021

Aus dem Rechnungsprüfungsausschuss berichtete Vorsitzender Jürgen Adler, dass sich bei den Prüfungen der Jahresrechnungen 2021 der Stadt und der Bürgerspitalstiftung keine Auffälligkeiten ergeben haben. Der Verwaltungshaushalt der Stadt wurde mit 28.171.697 Euro festgestellt, der Vermögenshaushalt mit 11.290.876 Euro. Dem Vermögenshaushalt konnten 6.081.156 Euro zugeführt. Bei der Bürgerspitalstiftung belief sich der Verwaltungshaushalt auf 29.1230 Euro, der Vermögenshaushalt auf 586.506 Euro.

Bei der Stadt gingen im Jahr 2021 rund 6900 Euro an Spenden für unterschiedliche Ziele ein, wie der Bürgermeister informierte. Gegen die Weiterleitung an die angegebenen Verwendungszwecke gab es im Stadtrat keine Einwände. Aus der Schulverbandsversammlung Hellmitzheimer Bucht berichtete Lenzer, dass von den konstant 104 Schülern 39 aus Markt Einersheim kommen, die anderen aus Iphofen. Die Umlage konnte von 158.000 Euro auf 139.000 Euro gesenkt werden. Prüfen lassen will der Bürgermeister eine Anregung, ob am stadteigenen Gebäude auf dem Schwanberg eine Webcam installiert werden kann, die einen Blick ins Steigerwaldvorland überträgt.