Kitzingen
Grüne Denkmalschutztour machte Station im Historischen Hafen Marktsteft
Denkmalschutztour der Grünen (vorne von links): Kreisheimatpfleger Reinhard Hüßner, Architekt Friedrich Staib, MdB Sabine Weigand, Kreisrätin Gisela Kramer-Grünwald und MdL Patrick Friedl besichtigten die Baustelle der zukünftigen BNE-Station in Marktsteft.
Foto: Eva Trapp
Kitzingen – Auf ihrer vierten Denkmalschutztour besuchte Landtagsabgeordnete Sabine Weigand die Baustelle der zukünftigen BNE-Umweltstation (Bildung für nachhaltige Entwicklung) am Alten Hafen Marktsteft. Die Sprecherin für Denkmalschutz der Grünen-Landtagsfraktion wollte sich ein Bild von der Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles machen, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen, der folgende Informationen entnommen sind.

Angeregt hatte diesen Besuch der Gebietsreferent des Landesamts für Denkmalpflege, Hans-Christoph Haas. Mit dabei waren Bürgermeister Thomas Reichert und Vertreter des Stadtrates, Alexander Zeller (Regierung von Unterfranken), Doris Lang (Untere Denkmalschutzbehörde), Kreisheimatpfleger Reinhard Hüßner und CSU-Landtagsabgeordnete Barbara Becker, die zusammen mit Weigand im Landesdenkmalrat sitzt. Von Seiten der Grünen informierten sich unter anderem Landtagsabgeordneter Patrick Friedl, die Kreisrätinnen Gisela Kramer-Grünwald und Christa Büttner, Kreisumweltreferent Klaus Sanzenbacher und die Kitzinger Kreisvorsitzende Eva Trapp.

Lage im Überschwemmungsgebiet

Architekt Friedrich Staib führte die Besuchergruppe durch die weitläufige Anlage. Da bei der energetischen Sanierung des Hafengebäudes auch auf Naturschutz, der Lage im Überschwemmungsgebiet und auf die Denkmalpflege zu achten ist, war es nicht leicht, ein entsprechendes Konzept zu finden. Aufgrund der juristischen und baurechtlichen Hintergründe müsse man „alles immer wieder neu denken“.

So ist es leider nicht möglich eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe zu integrieren, die die Wassertemperatur des Mains zur Wärmegewinnung nutzen kann. Zur Stromerzeugung kommt auf das flache Pultdach nun eine Photovoltaik-Anlage, deren Module dank einer Verblendung kaum einsehbar sind. Zusätzlich befindet sich auf einem neuen Dach des Gebäudekomplexes Solarthermie zur Wärmegewinnung. Diese haben Solemodule integriert, die auch bei geringen Außentemperaturen Wärme erzeugen können.

Vorreiterrolle in Sachen Energiegewinnung?

Staib selbst kann sich dazu eine kleine Windkraftanlage vorstellen. So könnten hier Schulen im Landkreis Kitzingen Projektarbeiten zum Thema Energiegewinnung umsetzen und Marktsteft könnte eine Vorreiterrolle in Sachen Energien einnehmen.

Die Grüne Abgeordnete war beeindruckt: „Was hier in Marktsteft passiert ist beispielhaft. Kommune, Architekt, Landesamt für Denkmalpflege und Landratsamt retten ein bedeutendes Stück bayerischer Identität und führen es einer sinnvollen Nutzung zu – mit Einbindung des regionalen Handwerks, einer inklusiven Gastro und einer Schulungseinrichtung für Nachhaltigkeit des Landkreises. Hier entsteht ein Leuchtturmprojekt, das eine enorme Wertschöpfung bringt."

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