Wiesenbronn
In Wiesenbronn bleibt die Straßenbeleuchtung nachts an
Vor der Ratssitzung am Dienstagabend traf sich der Wiesenbronner Gemeinderat am neu angelegten Parkplatz nördlich der Kirche. Mit der Ausführung waren die Ratsmitglieder und Dorfplaner Tom Buchholz rundum zufrieden
Foto: Winfried Worschech
Wiesenbronn – Zumindest vorerst. Darauf einigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Was die Gründe dafür sind.

Energiesparen ist aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in aller Munde, so auch in Wiesenbronn. Die Ratsrunde erörterte in der Sitzung am Dienstagabend im Rathaussaal verschiedene Möglichkeiten und kam zu dem Schluss, dass die Straßenlampen während der Nachtzeiten zunächst wie bisher geschaltet bleiben sollen. Bürgermeister Volkhard Warmdt hatte auf den Beschluss des Marktgemeinderats der Nachbargemeinde Kleinlangheim verwiesen, in der die Straßenlampen von 0.30 bis 4.30 Uhr abgeschaltet werden. Verwiesen wurde auf den Umbau auf Gelblicht in Wiesenbronn im Jahr 2009 und auf den Einsatz von Retrofit-Leuchtmittel seit 2019. "Da ist schon einiges vorbildlich gelaufen", wie den Zeilen von N-Ergie zu entnehmen war.

In denen wurde auch ausgeführt, dass ein vierstündiges Abschalten 32 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und Leuchte einspare, aber auch völlige Dunkelheit, höhere Unfallgefahr und eventuelle Kriminalität mit sich bringe. Im Wiesenbonner Rat überwog die Skepsis zum Abschalten im genannten Zeitraum, da dieses Vorgehen mit Gefahren und Problematik verbunden sei, wie es Christian Gebert und Reinhard Fröhlich zum Ausdruck brachten. Nicht zuletzt deshalb, weil es in Wiesenbronn noch zwei intakte Kneipen gebe. Hendrik Wenigerkind machte auf die Haftungsfrage aufmerksam, wenn aufgrund der Dunkelheit etwas passiere.

Ein Abschalten jeder zweiten Lampe würde zu viel Aufwand bedeuten, wie der Bürgermeister auf die Anregung von Carolin Wegmann antwortete. Bei einem Dimmeffekt müssten alle Leuchtmittel ausgetauscht werden, was auch von N-Ergie nicht empfohlen werde, so die Antwort Warmdts auf diese Möglichkeit. Er schlug vor, sich nachts in Kleinlangheim die Verhältnisse anzuschauen. Hans-Jürgen Hubenthal äußerte die Hoffnung, "dass in zwei bis drei Jahren wieder normale Verhältnisse in Deutschland sind" und Harald Höhn rechnete damit, dass mit Blick auf die befürchtete Energiekrise im kommenden Herbst und Winter noch Weisungen "von oben" kommen werden. Es wurde kein Beschluss gefasst. "Wir lassen es so, wie es ist", lautete der Vorschlag des Bürgermeisters, der im Rat Gefallen fand.

Förderung für das Sanierungsgebiet "Altort Wiesenbronn"

Wie in der Ratssitzung im August beschäftigte sich das Ratskollegium am Dienstagabend mit dem gemeindlichen Förderprogramm für das Sanierungsgebiet "Altort Wiesenbronn" und dem städtebaulichen kommunalen Förderprogramm. Ging es in der August-Sitzung in der Hauptsache um Entscheidungen, wie die Anhebung des Fördersatzes von 20.000 auf 40.000 Euro für die Gesamtmaßnahme, so standen diesmal Anpassungen der Grundsätze der Förderung im Vordergrund. Dorfplaner Tom Buchholz erklärte, dass einige Texte geändert und ergänzt werden mussten. So ist nun festgelegt, dass ohne die Beratung durch den Dorfplaner keine Förderung möglich ist.

Zu der in der letzten Sitzung beschlossenen Anhebung der Förderung der Eigenleistung nach Mindestlohn, kommt der Zusatz, dass im Vorfeld Materialkosten und Stundenansatz angegeben werden müssen, zudem eine Aufstellung, was eine Firma verlangen würde, "da der Dorfplaner nicht kontrollieren kann, wie viele Stunden geleistet wurden". Die Höchstgrenze bei der Eigenleistung beträgt 8000 Euro, beim Material ist die Hälfte der Kosten angesetzt. Eine weitere Ergänzung besagt, dass die Kostenaufstellung binnen drei Jahren eingereicht werden muss, was einstimmig beschlossen wurde. Die Förderung von bis zu 20.000 Euro gilt noch für dieses Jahr, die neue Summe von 40.000 hat ab 2023 Gültigkeit, das Programm endet 2025. Anpassungen und Ergänzungen wurden einstimmig befürwortet.

Verzögerung bei eingereichten Bauanträgen

Für die Gemeinschaftsversammlung der VG Großlangheim, die viermal im Jahr stattfindet und in der Wiesenbronn mit drei Vertretern dabei ist, wurde Reinhard Fröhlich einstimmig als Stellvertreter nominiert, falls jemand ausfallen sollte. Bekannt gegeben wurde, dass wegen Krankheit und Urlaub verschiedene Bauanträge in der VG nicht bearbeitet werden konnten. Für den Schulanfang wurde in Wiesenbronn ein großes Plakat mit der Aufschrift "Vorsicht Schulanfänger" aufgestellt.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass für das Chipkartensystem des öffentlichen Brunnens im Januar die Abfrage für den Bedarf, im Februar die Festlegung der Wassermenge und im März/April die Ausgabe der Karte und die Inbetriebnahme erfolgen. Die Einweihung der Friedhofsglocke erfolgt am 9. Oktober um 10.30 Uhr. Da Tüten mit Hundekot in Mülleimern entsorgt werden, erfolgte der einstimmige Beschluss, dass spezielle Behälter für Hundekot angeschafft werden.