Kitzingen
Jugendliche klettern auf Oberleitungsmast: Bahnverkehr für halbe Stunde unterbrochen
Die Bürgerinitiative "Bergrheinfeld sagt Nein" hat 170 Strommasten in der Bergrheinfelder Flur gezählt. "Das reicht", sagen die Aktiven und lehnen jeden weiteren Netzausbau vor Ort ab.
Foto: Anand Anders
Kitzingen – Fünf Jugendliche kletterten am Donnerstag am Kitzinger Bahnhof auf einen Oberleitungsmast. Ein Bahnmitarbeiter erkannte die lebensgefährliche Situation und alarmierte die Polizei.

Fünf Jugendliche hielten sich am Donnerstagabend am Bahnhof in Kitzingen auf und kletterten dort auf einen Oberleitungsmast. Ein Triebfahrzeugführer eines Güterzuges erkannte während seiner Fahrt die lebensgefährliche Situation und alarmierte sofort die Polizei.

Als die Beamten der Bundes- und Landespolizei den Kitzinger Bahnhof erreichten, waren die Jugendlichen bereits verschwunden. Auch eine Fahndung im Nahbereich blieb erfolglos, heißt es im Polizeibericht. Der Bahnverkehr war wegen der Stromabschaltung und Sperrung der Bahngleise für rund eine halbe Stunde gesperrt.

Bahnstrom ist sehr gefährlich

Die Bundespolizei nimmt diesen Vorfall zum Anlass, um in ihrer Pressemitteilung auf die Gefahren des Bahnstroms hinzuweisen. In den Oberleitungen fließt Strom mit einer Spannung von 15.000 Volt. Sobald jemand dieser Leitung zu nahekommt, kann der Strom auch ohne Kontakt über einen Spannungsbogen durch den Körper fließen.

Diese Unfälle enden meistens tödlich. Strommasten oder Güterwaggons sollten daher niemals bestiegen werden.

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