Markt Einersheim
Krippenanbau am Kinderhaus "Zum guten Hirten" in Markt Einersheim:  Punktlandung nach schwierigem Start
Der Krippenanbau am Haus für Kinder "Zum guten Hirten" ist fertig. Darüber freuen sich (von links) Dekan Ivo Huber, Architektin Stefanie Keller, Bürgermeister Herbert Volkamer, Kinderhausleiterin Claudia Kräutlein und stellvertretender Landrat Robert Finster.
Der Krippenanbau am Haus für Kinder "Zum guten Hirten" ist fertig. Darüber freuen sich (von links) Dekan Ivo Huber, Architektin Stefanie Keller, Bürgermeister Herbert Volkamer, Kinderhausleiterin Claudia Kräutlein und stellvertretender Landrat Robert Finster.
Foto: Gerhard Krämer
Bei einem Tag der offenen Tür durften sich alle in den neuen Krippenräumen umschauen.
Bei einem Tag der offenen Tür durften sich alle in den neuen Krippenräumen umschauen.
Foto: Gerhard Krämer
Der neue Krippenanbau hat einen eigenen Eingang, ist aber mit dem alten Gebäude verbunden.
Der neue Krippenanbau hat einen eigenen Eingang, ist aber mit dem alten Gebäude verbunden.
Foto: Gerhard Krämer
Bei einem Tag der offenen Tür durften sich alle in den neuen Krippenräumen umschauen.
Bei einem Tag der offenen Tür durften sich alle in den neuen Krippenräumen umschauen.
Foto: Gerhard Krämer
Markt Einersheim – Mehr Platz für 24 Kinder bietet der Krippenanbau am Kinderhaus in Markt Einersheim. Um das Projekt auf den Weg zu bringen, musste der Bürgermeister aber laut werden.

Der Krippenanbau am Kinderhaus "Zum guten Hirten" ist fertig. Nach einem arbeitsreichen Jahr feierten alle Beteiligten und viele Markt Einersheimer die Einweihung mit einem fröhlichen Fest.

Mit Einweihungen ist die Gemeinde Markt Einersheim in diesem Jahr reich gesegnet. Nach der Einweihung des Informationszentrums Grafschaft Limpurg-Speckfeld und des Hauses der Dorfkultur folgte nun die der Kinderkrippe. Nur das Wetter wollte wieder nicht so, wie es dem Anlass gerecht gewesen wäre. So verlegte man den offiziellen Teil der Feier in die benachbarte Turnhalle der Schule.

"Jeder und jede ist gleich wichtig im Kinderhaus", sagte Dekan Ivo Huber als Vertreter des Trägers. Dort kümmere man sich um die Belange der Kleinen und Kleinsten. Dass es diesen dort gefällt, brachten die Kinder selbst im Lied "Jeder Tag im Kindergarten ist für mich ein schöner Tag" zur Melodie von "Ode an die Freude" zum Ausdruck.

Viele Gespräche waren nötig für die neuen Räume

Die Kinder benötigten Platz, sagte Bürgermeister Herbert Volkamer. Diese Tatsache habe den Marktgemeinderat bewegt, neue Räume für die beiden Krippen mit zusammen 24 Plätzen zu schaffen. Die Anfangsphase sei nicht einfach gewesen. Das Grundstück gehöre der Binnwerkschen Stiftung, Träger sei die Evangelische Kirchengemeinde, erinnerte Volkamer. Viele Gespräche seien notwendig gewesen. Manche Diskussion habe er etwas lauter führen müssen, bat der Bürgermeister um Verständnis. Dass alles erfolgreich verlaufen ist, davon konnten sich dann alle auch beim Tag der offenen Tür im Krippenanbau überzeugen.

Besonders gut gelaufen ist laut Volkamer, der die gute Zusammenarbeit aller Gremien würdigte, die Punktlandung bei den Kosten. Die Schätzkosten von rund einer Million Euro konnten eingehalten werden. Die Marktgemeinde habe davon rund 450.000 Euro bezahlen müssen. Der Neubau für die beiden Krippengruppen sei auf Stiftungsgelände entstanden, das 800 Quadratmeter Spielgelände auf Grund der Gemeinde. Den Zaun dafür habe der Bauhof aufgestellt.

Kindergartengruppe war zeitweilig in der Turnhalle untergebracht

Kindgerecht mit Hilfe des Kaspars schilderte Kinderhausleiterin Claudia Kräutlein das Bauprojekt. Denn für vier Gruppen im alten Gebäude sei es schon recht eng geworden. Eine Kindergartengruppe, die Mondgruppe, sei zeitweilig in der Turnhalle untergebracht gewesen. Und eine Krippengruppe sei nur befristet genehmigt gewesen, der Bedarf an Krippenplätzen sei aber gestiegen. Im Krippenanbau finden nun die Sternen- und die Sternschnuppengruppe Platz.

Die durch den Neubau gewonnenen Räume im alten Gebäude stünden nicht leer, erläuterte Kräutlein. Zum einen sei ein Raum in einen Rollenspielraum verwandelt worden, in einen anderen, der aktuell als Bauzimmer von den Kindern genutzt wird, zieht im Januar die neue, dritte Kindergartengruppe ein.

Als kleines Dankeschön gab es von Kräutlein für einige Personen, ohne die der Anbau nicht hätte verwirklicht werden können, eine Krippenneubau-Schnuller-Dankeskette. Ein Geschenk für das Kinderhaus hatte stellvertretender Landrat Robert Finster dabei. Er erinnerte, dass bereits 2008 hier eine Krippe eingerichtet worden sei.

Eine Schlüsselübergabe fand auch statt. Architektin Stefanie Keller hatte für die Kinder gebackene Schlüssel dabei. Zum Bau selbst sagte sie, dass nun auch das alte Gebäude barrierefrei erschlossen sei. Die Gesamtfläche betrage 819 Quadratmeter.