Kleinlangheim
Licht am Ende des Abwasserkanals: Kritische Meter können mit Inliner-Technik ssaniert werden
Die Kanalsanierung in der Kleinlangheimer Bahnhofstraße und in der Pfarrgasse kam in der Ratssitzung am Dienstagabend zur Sprache. Derzeit werden Hausanschlüsse erstellt
Die Kanalsanierung in der Kleinlangheimer Bahnhofstraße und in der Pfarrgasse kam in der Ratssitzung am Dienstagabend zur Sprache. Derzeit werden Hausanschlüsse erstellt
Winfried Worschech
Kleinlangheim – Die Probleme bei der Sanierung des Kleinlangheimer Abwasserkanals in der Bahnhofstraße und in der Pfarrgasse aufgrund von Grundwasser und Schwemmsand im Untergrund, scheinen eine günstige Wendung zu nehmen. In der Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend im VfL-Sportheim berichtete Bürgermeisterin Gerlinde Stier von einem Ortstermin am 26. Oktober mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes, der Planungsbüros und der VG-Vertreter, "da ging es vor allem um Bereiche, wo nichts mehr ging wegen Sand und Grundwasser".

Zum Regenüberlauf in der Pfarrgasse habe man sich nach langem Hin und Her darauf geeinigt, dass er saniert werden könne, da er sich bewährt habe. Insgesamt sah die Bürgermeisterin "so etwas wie Licht am Ende des Kanals", da die kritischen 60 Meter "und auch die Pfarrgasse" mittels Inliner-Technik saniert werden können. Dazu müsste allerdings noch die entsprechende Nachberechnung samt Ausschreibung erstellt werden. Im Rat einigte man sich darauf, dass mit der Berechnung das Ingenieurbüro Hutzler beauftragt werden soll.

Für den Ausbau der Randbereiche in der Bahnhofstraße, für den die Teilnehmergemeinschaft Kleinlangheim 4 der Dorferneuerung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zuständig ist, stimmte das Ratskollegium dafür, dass eine Vereinbarung zwischen Gemeinde, Amt für ländliche Entwicklung und dem Landratsamt getroffen wird, da der Landkreis sich um den Oberflächenbelag kümmert. Einig war sich die Runde, dass die Bürgermeisterin eine Vollmacht für den Ausbau der Gehwege erhält und das Architekturbüro Horak mit der Ausführungsplanung beauftragt wird.

Gibt es einen Anspruch auf eine Einspeisung?

Für Diskussionen sorgte die Errichtung einer Übergabestation und die Verlegung eines Stromkabels im Zuge der Freiflächenphotovoltaikanlage (PVA) Düllstadt 2. Hintergrund für das Vorhaben ist nach Aussage der Bürgermeisterin die Vergrößerung der PVA, die als Einspeicherpunkt eine Stelle im Kleinlangheimer Baugebiet "Am Graben" mit entsprechender Zuleitung bekommen soll. Da die ursprüngliche Trasse für das Stromkabel Drainagen durchschnitten hätte, soll nun eine neue Trasse entlang der KT 11 bis zum Haidter Holzwerk und dann unter der Autobahn durch in Richtung Kleinlangheimer Gewerbe- und Baugebiet führen. Wegen dieses Vorhabens habe es inzwischen schon sehr viele Telefonate gegeben, zu deren Inhalt auch die Mitteilung des Betreibers gehörte, dass der Einspeisepunkt vom Energieversorger zugewiesen und reserviert worden sei, sagte die Bürgermeisterin dazu.

Sie hatte Zweifel am Einspeisepunkt für die 2,50 mal 2,50 Meter große Übergabestation, der auf einem Weg liegen würde und verwies auf die Idee, auf Landkreisebene eine Gesellschaft zu gründen, um geeignete Standorte für PVA zu finden, "aus diesen Gründen ist noch kein Beschluss möglich". Zudem müsste auch noch ermittelt werden, ob überhaupt ein Anspruch auf eine Einspeisung besteht. Aus dem Rat kamen auch Hinweise in der Richtung, dass erst geklärt werden müsse, welche Drainagen die vorgeschlagene neue Trasse des Stromkabels kreuze und wie es sich mit dem Kanal verhalte, falls dieser gekreuzt werde. Diskutiert wurde auch über die Frage, was die Gemeinde in diesem Fall verbieten könne und ob sie überhaupt Befugnisse zum Eingreifen habe. Geschlossen stimmte der Rat für den Antrag der Bürgermeisterin, den Punkt zu vertagen und erst abzuklären, ob überhaupt ein Anspruch auf einen Einspeisepunkt besteht.

Angekündigt wurde, dass es am 24. November um 20 Uhr im Haidter Bürgerhaus eine Info- Veranstaltung für eine Gewerbeansiedlung in Haidt gibt. Die Terminabsprache für die Kleinlangheimer Vereine findet am Montag, 21. November, um 20 Uhr im Fritz-Grosch-Raum in der Kirchenburg statt. Zur Sprache kommt dabei auch der Weihnachtsmarkt.