Wiesenbronn
Lichterwanderung der Geisbergwichtel
Die Geisbergwichtel an den Schwedenfackeln.
Die Geisbergwichtel an den Schwedenfackeln.
Konrad Thomann
Wiesenbronn – 90 Prozent Regen lautete die Wettervorhersage für Freitag, 18. November, nicht gerade optimale Voraussetzung für die geplante Lichterwanderung auf den Geisberg. Und doch hatten sich etliche wanderbegeisterte Geisbergwichtel mit ihren Eltern am Treffpunkt Kindergarten mit Laternen und Taschenlampen eingefunden. Um 17 Uhr startete die Wanderung am Koboldsee vorbei Richtung Geisberg. Nach dem Aufstieg versammelte Jugendwartin Dora Stapf ihre Geisbergwichtel um sich und lud zu einem Spiel ein: die Wichtel stellten sich im Kreis auf, ein Kind im Kreis durfte die Fledermaus spielen, ein anderes Kind die Motte. Der Fledermaus wurden die Augen verbunden. Sie erzeugte ein "Radarsignal" durch Händeklatschen, die Motte musste entsprechend als Rücksignal ebenfalls klatschen. Dadurch konnte sich die Fledermaus orientieren und versuchen, die Motte zu fangen. Das gelang manchmal, manchmal auch nicht. Die Wichtel waren mit Begeisterung bei der Sache, jeder wollte mal die Fledermaus oder die Motte spielen und sie hätten noch viel mehr Ideen für Spiele gehabt. Dora konnte die Wichtel aber nach einigen Spielrunden überzeugen, zum Geisbergkreuz zurück zu gehen, denn dort wartete bereits Kinderpunsch und Lebkuchen auf die kleinen Wanderer. Lodernde Schwedenfackel erleuchteten den Platz vor dem Kreuz, man verweilte noch ein Weilchen, um dann in Grüppchen in das Dorf zurück zu kehren. Nass wurde keiner, denn der Regen hatte eine Pause eingelegt. Man lernt daraus: 90 Prozent sind eben keine hundert Prozent!

Von: Konrad Thomann (Medienbeauftragter, Natur- und Wanderfreunde Steigerwald Geisberg Wiesenbronn)