Wiesentheid
Politik in Berlin hautnah erlebt
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zusammen mit MdB Dr. Anja Weisgerber.
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zusammen mit MdB Dr. Anja Weisgerber.
Stella von Saldern
Die Schülerinnen und Schüler vor dem Bundesrat.
Die Schülerinnen und Schüler vor dem Bundesrat.
Mathias Karb
Wiesentheid – Dieses Jahr machten sich Ende Januar, nach dreijähriger coronabedingter Pause, knapp 60 Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid (LSH) auf den Weg nach Berlin. Im Rahmen einer dreitägigen Studienfahrt bekamen sie sowohl einen Einblick in die Bundespolitik, aber auch in die Geschichte dieser Stadt.

Zu Beginn ihres Berlinaufenthalts hatten die Jugendlichen die einmalige Gelegenheit während des Besuches einer Plenarsitzung im Bundestag nicht nur Bundeskanzler Olaf Scholz und den am Vormittag neu vereidigten Verteidigungsminister Boris Pistorius zu erleben, sondern auch noch fast alle Mitglieder der Bundesregierung live zu sehen, unter anderem auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, die eine Rede zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag hielt. Anschließend trafen die jungen Erwachsenen MdB Dr. Anja Weisgerber zu einem Gespräch, in dem sie mehr über die Arbeit einer Politikerin erfahren konnten.

Während am nächsten Tag eine Gruppe das Jüdische Museum besichtigte, ging es für die anderen zum Bundesrat, wo sie sowohl etwas über das Verfassungsorgan und seine Aufgaben als auch die Geschichte des Gebäudes erfuhren. Sie nahmen dort auch an einem Rollenspiel teil, in dem sie sich selbst mit ihrem Rede- bzw. Argumentationstalent zum Thema "Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen" einbringen konnten.

Zwei Besuche in Gedenkstätten ermöglichten den Jugendlichen Einblicke, die man nur vor Ort erleben kann. Zum einen war das der Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, in der die Jugendlichen etwas über die Geschichte und Folgen des Mauerbaus erfuhren. Zum anderen der in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, welche zentrale Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) von 1951 bis 1989 war. Alle drei Gruppen wurden von ehemaligen Häftlingen über das Gelände geführt und wurden mit ihren zum Teil auch traumatischen Erlebnissen konfrontiert. Von diesen Erfahrungsberichten und Informationen nachhaltig beeindruckt und mit vielen neuen politischen Einblicken machten sich alle nach dieser absolut gelungenen Fahrt auf den Heimweg.

Von: Eva Burkard (Pressearbeit, Gymnasium Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid)