Kitzingen
Rosmarie Waldrop erhält den Kulturpreis der Stadt Kitzingen
Die gebürtige Kitzingerin Rosmarie Waldrop, hier an ihrem Schreibtisch in den USA, ist Autorin von Romanen und Gedichtbänden.
Die gebürtige Kitzingerin Rosmarie Waldrop, hier an ihrem Schreibtisch in den USA, ist Autorin von Romanen und Gedichtbänden.
Rosmarie Waldrop
Kitzingen – Der Kulturpreis der Stadt Kitzingen wird seit 1977 an Persönlichkeiten verliehen, die sich um das kulturelle Erbe Kitzingens verdient gemacht haben. In diesem Jahr wird die Autorin Rosmarie Waldrop, geborene Sebald, ausgezeichnet. Folgende Informationen sind einer Pressemitteilung der Stadt Kitzingen entnommen.

Zur Preisverleihung in der Alten Synagoge am Freitag, 25. November, ab 19 Uhr, ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Ein abwechslungsreiches Programm ist auf die Beine gestellt worden. Die Autorin und Ann Cotten, Übersetzerin ihres aktuellen Werkes, werden live aus den USA zugeschaltet. Antje Pöllot, Deutschlehrerin am AKG-Gymnasium, liest Textpassagen aus "Pippins Tochters Taschentuch", das zum Teil in Kitzingen spielt. Die beiden Kantoren Christian Stegmann und Martin Blaufelder tragen am Flügel und per Gesang Lieder vor, die den Roman Waldrops untermalen.

Alt-Oberbürgermeister Bernd Moser hält die Laudatio

Die Laudatio hält Alt-Oberbürgermeister Bernd Moser, durch den Abend führt der gebürtige Kitzinger Georg Kwossek, der die Familie Sebald aus seinen Kitzinger Zeiten kennt. Rund eineinhalb Stunden wird die Veranstaltung dauern, in deren Verlauf Oberbürgermeister Stefan Güntner den mit 1000 Euro datieren Preis symbolisch an die Lyrikerin überreichen wird. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Rosmarie Sebald wurden 1935 in Kitzingen geboren, ihr Vater Joseph gab Sportunterricht an der Schule. 1954 begann sie ein Studium der Literatur, Kunstgeschichte und Musikwissenschaften in Würzburg und Freiburg. Sie lernte ihren späteren Ehemann Keith Waldrop kennen und zog Ende der 1950er Jahre in die USA. Dort fing sie an, Poesie aus Deutschland und Frankreich zu übersetzen, gründete den Verlag "Burning Deck" und begann in den späten 1960er-Jahren ihre eigene Lyrik in englischer Sprache zu veröffentlichen. Ihr Roman "Pippins Tochters Taschentuch" erschien im Suhrkamp-Verlag, übersetzt wurde er von Ann Cotten.