Münsterschwarzach
Sein liebenswertes Wesen wird fehlen: Bruder Manuel Witt ist gestorben
Br. Manuel Witt ist am 26. September in der Abtei Münsterschwarzach verstorben.
Br. Manuel Witt ist am 26. September in der Abtei Münsterschwarzach verstorben.
Foto: Julia Martin
Münsterschwarzach – Bruder Manuel Witt ist am 26. September, vier Tage nach seinem 75. Geburtstag, in der Abtei Münsterschwarzach gestorben. Das teilt die Abtei in einem Schreiben mit, dem die folgenden Informationen entnommen sind.

Witt kam am 22. September 1947 in Neustadt /Waldnaab zur Welt. Auch sein älterer Bruder Johann war in der Abtei tätig, er starb im Januar 2017. Die beiden Brüder und ihre jüngere Schwester Hildegard wuchsen in einem sehr christlichen Elternhaus auf. Helmut, so Manuels Taufname, lernte zunächst gemeinsam mit seinem Bruder das Schuhmacherhandwerk. Dazu kamen sie 1961 in die Abtei Münsterschwarzach zu dem legendären Schuhmachermeister Bruder Sales. In seinem Entlassungszeugnis finden sich alle Noten mit sehr gut.

Am 30. August 1964 trat Br. Manuel ins Kloster ein und erhielt am 23. September 1965 bei der Noviziatsaufnahme den hl. Manuel als seinen Klosternamen. Kaum im Kloster eingetreten, erlernte er einen zweiten Beruf, den des Industriekaufmanns. Durch die Feierliche Profess am 29. Oktober 1972 schloss sich Witt der klösterlichen Gemeinschaft auf Lebenszeit an.

Leidenschaftlicher Gastbruder

Ein besonderer Dienst, den Br. Manuel mit Leidenschaft verrichtete, war der des Gastbruders. Von 1967 bis ins hohe Alter von siebzig Jahren, also ganze 50 Jahre, hat er gewissenhaft und zuverlässig den vielen Gästen, die im Kloster nie fehlen, in seiner freundlichen und immer hilfsbereiten Art im Speisesaal und in der Gästeküche gedient. Durch diese Arbeit wurde sein Bekannten- und Freundeskreis immer größer und er kannte dadurch viele Missions-Wohltäter und pflegte mit ihnen auch einen regen Kontakt übers Gästehaus hinaus.

Nach seiner Gehilfenprüfung als Kaufmann war er von 1968 bis 1984 in der Verwaltung tätig. Zunächst in der Lohnbuchhaltung. Damals musste man die Löhne noch mit der Hand ohne Computerprogramm berechnen. In dieser Zeit war Br. Manuel ein zuverlässiger Mitarbeiter von Br. Cornelius und für die unterschiedlichsten Versicherungen der Abtei zuständig. Gleichzeitig hatte er auch die Kasse zu verwalten.

Als klösterlicher Pressemann hat er von 1984 bis kurz vor seinem Tod die Zeitungsartikel über die Geschehnisse des Klosters geschrieben und die Abtei nach außen erfahrbar werden lassen. Auch durch die Abtei-Rundbriefe konnte er viele Klöster und Gemeinschaften am Leben in der Abtei teilnehmen lassen. 1984 wechselte er in die Missionsprokura und half seinem leiblichen Bruder, Br. Joachim, bei allen notwendigen Arbeiten.

Bei allem, was Br. Manuel als Auftrag bekam, konnte man sich auf ihn verlassen. Nun ist ein an Arbeit und Gebet reiches Leben zu Ende gegangen.