Obernbreit
Themen der Bürgerversammlung: Kotbeutel, Grünpflege und die Breitbachstraße als Engstelle
Eng geht es zu in der Breitbachstraße. Vor allen für Fußgänger ist die Lage nicht einfach, wie in der Bürgerversammlung in Obernbreit wieder moniert wurde. Versuche, wie hier vor einigen Jahren mit eine Fahrbahnverengung, führten nicht zu einem Ergebnis.
Foto: Robert Haass
Obernbreit – Viel Redebedarf gab es nicht: Die Bürgerversammlung in Obernbreit ging in nur einer Stunde über die Bühne. Größtes Bauvorhaben ist der Kindergarten.

Gibt es Hundekotbeutel aus kompostierbarem Kunststoff? Das war eine der wenigen, aber durchaus komplizierten Fragen in der Bürgerversammlung am Freitagabend in Obernbreit, mit denen sich Bürgermeistern Susanne Knof demnächst auseinander setzen muss. Ansonsten hielt sich die Bürgerfragerunde in Grenzen, die gesamte Veranstaltung war nach rund einer Stunde über die Bühne gebracht.

Drei Sorten von Hundebesitzern gebe es, so stellte Leonhard Löther in der Fragerunde der Bürgerversammlung am Freitagabend in Obernbreit fest: Die einen kümmerten sich gar nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner. Die anderen packten diese in die vorgesehenen Kotbeutel und entsorgten sie ordentlich.

Sein Interesse aber fand die dritte Gruppe: Die packten den Kot ebenfalls in Beutel, würden diese dann aber im Straßengraben oder dem angrenzenden Feld entsorgen. Und bei Arbeiten im Graben oder Acker würden die Plastikteile dann durch die Gegend fliegen." Gibt es Kotbeutel aus kompostierbarem Plastik?", so Löthers Frage, die von der Bürgermeisterin allerdings nicht spontan beantworten werden konnte.

Kritik an Grün-Pflege

Wenig einverstanden zeigte sich Löther auch mit der Pflege einiger Grünbereiche vor allem am Ortseingang – wobei sich hier wohl über Geschmack streiten ließe. Ins gleiche Horn wie Löther stieß Bernhard Scherer bei einem weiteren Kritikpunkt: Breite und Zustand des Gehsteigs in der Breitbachstraße. Das Problem, so die Bürgermeisterin, sei die Enge der Straße, einige Versuche, etwa mit einer provisorischen Verschmälerung der Fahrbahn, seien erfolglos gewesen. Sie werde aber eine Verbesserung der Oberfläche prüfen. Die Lage entspannen werde wohl erste ein neuer Gehsteig entlang des Baches hinter der Bebauung,

Alles andere als einfach sind Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Obernbreit, so Knof auf eine weitere Frage Scherers. Da der Breitbach im Ort als Gewässer der Ordnung 2 eingestuft ist, kann jegliche Maßnahme nur in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt erfolgen. Und was Rückhaltung von Wasser bei den oberhalb liegenden Gemeinden betreffe, da sei man im Gespräch. Letztendlich müssten aber diese Gemeinden Maßnahmen ergreifen.

Ausblick: das passiert in Obernbreit

Im Ausblick der Bürgermeisterin aufs kommende Jahr lag der Schwerpunkt zum einen auf der Sanierung der Gartenstraße, die geschätzt 1,26 Millionen Euro kosten soll und bei der Voraussichtlich Zuschüsse in Höhe von 770.000 Euro fließen können. Die Ausschreibung soll nun im Herbst und Winter statt finden, die Auftragsvergaben im Frühjahr und die Fertigstellung im Herbst 2023.

Größtes Bauvorhaben ist allerdings die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens, für den der vorzeitige Beginn der Maßnahme von der Regierung von Unterfranken vorliegt und demnächst mit Kanal- und Abbrucharbeiten begonnen werden kann. Zwischen 2017 und 2021 sind für den Kindergarten bereits Kosten in Höhe von rund 690.000 Euro angefallen.

Rund 700.000 Euro ist der Ansatz für das laufende Jahr, insgesamt sind 7,9 Millionen Euro veranschlagt. Neue Kostenkalkulationen soll es, so die Bürgermeisterin, zeitnah vor den nächsten Ausschreibungen geben, so dass eventuelle Kostensteigerungen in den Haushalten berücksichtigt werden können. An Zuschüssen werden voraussichtlich etwas mehr als zwei Millionen Euro fließen.

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