Abtswind
Trotz Rekordsommer: Zahl der Badegäste enttäuschte
Weniger Badegäste als erwartet nutzten in diesen Sommer das Schwimmbad in Abtswind. (Archivfoto)
Weniger Badegäste als erwartet nutzten in diesen Sommer das Schwimmbad in Abtswind. (Archivfoto)
Andreas Stöckinger
Abtswind – Mit viel mehr Badegästen hatte der Markt Abtswind dieses Jahr angesichts des Rekordsommers gerechnet. In der Sitzung des Gemeinderates gab Bürgermeister Jürgen Schulz bekannt, dass von Mai bis September rund 12.570 Besucher und Besucherinnen im gemeindeeigenen Freibad gezählt wurden. "Wir haben uns mehr erwartet, zumal wir noch nie so viele Badetage in einer Saison hatten", gab Schulz zu.

In guten Jahren habe man sonst über 15.000 Badegäste gezählt. Diesmal sei vor allem der August im Verhältnis ein relativ schwach besuchter Monat gewesen. Erfreut nahmen die Räte dagegen zur Kenntnis, dass die Nachbargemeinde Wiesentheid ihren Zuschuss für das Freibad auf 1,50 Euro pro Einwohner aufgestockt hat. Diesmal wurden 7350 Euro überwiesen.

Erschließung der Gewerbefläche wird verschoben

Außerdem wurde in der Sitzung das Investitionsprogramm der Gemeinde für 2023 besprochen. Nach einigen größeren Brocken in den vergangenen Jahren sind diesmal sind keine größeren Posten vorgesehen. So wurde die Erschließung der künftigen Gewerbefläche im Westen der Gemeinde verschoben, auch wegen der Kläranlage. Künftig wird Abtswind an die Kläranlage in Wiesentheid angeschlossen. Für die Planungen der erforderliche Pumpleitung wird Geld im Etat eingeplant. Diese Leitung verläuft durch die zukünftige Gewerbefläche.

Herrichten will die Gemeinde Wohnungen am oberen und unteren Torhaus. Für beide wird Geld im Etat vorgesehen. In der Weinstraße soll anstelle des Trafohäuschens eine Fläche mit einem Tisch und Bänken entstehen, die Infotafel am Wanderparkplatz am Friedrichsberg wird erneuert. Im Friedhof will die Gemeinde einen weiteren Urnenhügel anlegen. Einige weitere Punkte wurden besprochen, das Investitionsprogramm wird nun erstellt.

Auf rund 36 Hektar soll Fotovoltaik enstehen

Neues gab es zudem zu den geplanten Fotovoltaikanlagen in Richtung Untersambach, in Nähe der Autobahn. Insgesamt rund 36 Hektar sollen dort auf Ackerflächen entstehen. Wie Bürgermeister Schulz sagte, wird ein Grundstück mit etwa acht Hektar vorerst aus dem Plan genommen, weil dort Feldlerchen leben.

Laufe alles wie geplant, könnte der Investor bereits im nächsten Jahr mit dem Bau der Anlage beginnen, so Schulz. Allerdings müsse man dabei auch den Fortschritt der Autobahn-Baustelle abwarten, weil die besagten Grundstücke derzeit als Lagerplatz der Baufirma fungiert.